Mühlenareal: Stinkender Abfall wird entsorgt

Seit heute werden die alten Getreidereste im Turm in aufwändiger Handarbeit beseitigt.

An der Lösung des Problems wird gearbeitet. Das alte Mehl im Turm wird händisch abgetragen.

Die Anrainer des Genossenschaftsmühlen-Areals – Dolomitenstadt berichtete – klagten seit Wochen über penetranten Gestank, der sich insbesondere an warmen und nach feuchten Tagen in der Mühl- und Messinggasse breitmachte. Ein strenger Geruch lag in  der Luft, der nicht nur Bewohner, sondern auch Unternehmer, Stadtmarkt-Standler und Gäste verärgerte.

Jüngst rief auch Vizebürgermeister Meinhard Pargger in einer Aussendung zu raschem Handeln auf, denn „der Gestank ist den Menschen nicht zuzumuten.“ Auch sei, so der VP-Politiker, durch den Missstand eine “hygienische Gefährdung” zu befürchten.

Altes Mehl im Turm gilt offiziell als Verursacher des Gestanks, der Bau wird jedoch erst im Herbst abgebrochen.

Nun schritt man zur Tat und packt das Problem an der Wurzel. Seit heute werde der Turm „entkernt“, erklärte Ludwig Mariacher von der gleichnamigen, mit den Abbrucharbeiten beauftragten Firma auf Anfrage von Dolomitenstadt. „Die Getreiderückstände, die den unangenehmen Geruch erzeugen und sich auf den Holzböden befinden, werden von uns händisch beseitigt und ordnungsgemäß von der Firma Rossbacher entsorgt. Ich hoffe, dass wir diese Arbeiten im Verlauf der nächsten Woche abschließen können.“

Auch der Schutt, der vielen Lienzern ein Dorn im Auge ist, wird demnächst entfernt. „Er wird in zwei bis drei Wochen abtransportiert sein“, so Ludwig Mariacher. „Das abgetragene Material wird in St. Johann der Wiederaufbereitung zugeführt.“

Als Grund, weshalb in den letzten Wochen keine Arbeiten auf dem Areal durchgeführt worden waren, nannte der Virger Unternehmer Terminkollisionen. Mit ausständigen Zahlungen hätte die Pause auf der Baustelle nichts zu tun, versichert er.

Hobag-Manager Günther Bachmann war telefonisch nicht zu erreichen, er soll sich nach Auskunft des Unternehmens derzeit auf Urlaub befinden.

Foto: Brunner Images

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3 Kommentare bisher

  1. Sportfun

    Diese Baustelle ist wirklich eine Schande für Lienz. Schuld ist weil nichts weitergeht der Auftraggeber in diesem Fall die Gemeinde Lienz. Man hat keine Fristen und Auflagen festgelegt. Für mich ist so eine Auftragsvergabe einfach nicht nachvollziehbar und führt einfach zur Verärgerung der Lienzer und ist sicher eine Qual für die dort lebenden Menschen. An Geld kann es nicht liegen, weil die Forderung kann man ja in das Grunduch eintragen. Auch die ganzen Verhinderer am M99 tragen Verantwortung an diesem Zustand.

  2. hallo

    hier sind die Argumente:
    Geldmangel
    Vermarktungsprobleme
    Planlosigkeit
    Wozu sollte man sich beeilen, wenn am Ende des Tunnels kein Licht zu sehen ist? Und nur wegen der lästigen Nachbarn, die dieses falsche Projekt an falscher Stelle nicht wollen, wird man sich nicht sputen. Und die Touristen, die täglich den ersten Eindruck der Stadt mit diesem Bild erhalten, soll´s auch egal sein müssen. Und Frau Bürgermeister wird sich mit ihren italienischen Freunden auch nicht anlegen!

  3. dolo

    Wenn man obigen Arikel liest, fragt man sich, wehalb mit den Abbrucharbeiten einfach aufgehört wurde –
    es waren keine Lkws zu sehen (nicht mal 1 pro Tag), die den Müll abtransportierten, neben dem unangenehmen Geruch war die Optik schliesslich auch nicht die schönste, Eine Schnapsidee, den Abbruch bis in den Herbst hineinzuziehen, wirkliche Argumente gibt es hierfür keine.