Osttirol dient wieder als Filmkulisse

In Ainet, Virgen, Matrei, Kals, Leisach und Lienz wird derzeit gedreht.

Johannes Köck, Brigitte Hobmeier, Samuel Jung und Dirk Regel drehen in Osttirol. Foto: Cine Tirol

"Herzschnitt": Johannes Köck, Brigitte Hobmeier, Samuel Jung und Dirk Regel drehen in Osttirol. Foto: Cine Tirol

Am heutigen Donnerstag, 31. Mai, fällt in Osttirol die erste Klappe zu den Dreharbeiten für den TV-Film „Herzschnitt“ von Regisseur Dirk Regel.

Im Film geht es darum, dass der reiche Sägewerksbesitzer Max einen Großauftrag für ein Holzlieferung angenommen hat, den er erfüllen muss. Er beauftragt eine Gruppe russischer Waldarbeiter und lässt in seinem Wald im großen Stil Holz schlagen. Seine Gegenspielerin ist seine Schwiegertochter, die Bio-Bäuerin Theresa, die sich für eine sanfte und nachhaltige Nutzung des Waldes einsetzt.

Durch die Abholzungen im steilen Gelände wird bei einem Unwetter eine Mure ausgelöst, die jene Brücke wegreißt, die Max benötigt, um sein Holz aus dem Wald zu bringen. Er beschließt daher eine Behelfsbrücke mit im Bach verlegten Rohren zu bauen, die er nach Ende der Holzarbeiten wieder entfernen wird. Beim nächsten Hochwetter werden die Rohre durch Geschiebe verstopft, das Wasser staut sich oberhalb der Brücke.

Theresa erkennt die Gefahr und versucht zu warnen, aber niemand will ihre Warnung hören, bis sich die Situation dramatisch zuspitzt.

In den Hauptrollen sind Brigitte Hobmeier, die bereits für den vielfach ausgezeichneten Film „Die Hebamme – Auf Leben und Tod“ vor der Kamera stand, Marcus Mittermeier, Tim Bergmann und Günther Maria Halmer zu sehen.

Halmer spielte ja auch schon im „Meineidbauer“ von Joseph Vilsmaier mit, der zu großen Teilen in Virgen aufgenommen wurde.

Bis Anfang Juli wird die Produktion der „d.i.e.. film/München“ im Auftrag des ZDF in Ainet, Matrei, Virgen, Leisach und Kals sowie in Lienz ins rechte Kameralicht gesetzt.

Dabei nimmt auch DOLOMITENSTADT-Filmer Peter Werlberger als Set-Aufnahmeleiter eine gewichtige Rolle ein. Er koordiniert die Produktionsabläufe am Set während der Dreharbeiten und arbeitet dabei eng mit der Regieassistenz zusammen.

Das Öko-Drama „Herzschnitt“ wird mit Unterstützung von Cine Tirol hergestellt.

Einen Kommentar schreiben...

1 Kommentar bisher

  1. G_J_Hahne

    In Osttirol wird gerade der Stoff gewoben für einen weiteren Heimatfilm. Nur leider würde der Film dann die Wirklichkeit abbilden. Dann wäre es nicht der Sägewerksbesitzer sondern die Virgentaler Bürgermeister, die einer Infra einen Projektentwicklungs -Auftrag zu schieben und das Gut der Gemeinden auf´s Spiel setzen. Die Infra spielt hier nur den Part des Platzhalters für einen viel größeren Investor, dem Kraftwerksbetreiber TIWAG. Auch müsste man die einmalige Holzlieferung durch eine immerwährende Wasserabführung ersetzen. Entstehende Umweltauswirkungen, wie durch die Rohre (Ausleitung) wird das natürliche Geschiebe des Gletscherbaches verstopft, wird Bestandteil des Drehbuches sein.
    Selbst Retter, Iselfrauen und Bürgerinitiative gegen das Kraftwerksprojekt um die BM auszubremsen, gibt es schon. Was fehlt, ist nur noch ein Drehbuch, an dem die Virgentaler Bürger am 17. Juni selber mitwirken dürfen.

    Bisher hatte ich geglaubt, dieser und ähnliche Heimatfilme währen nur fiktiv. Leider wäre der sich neu abzeichnende Heimatfilm real.
    Ich bin ziemlich sicher, ein Filmschaffender wird sich dieses Stoffes bedienen. Ähnlichkeiten im Drehbuch mit lebenden Personen werden dann rein zufällig sein! Als Schauspieler fielen dem Beobachter schon einige Namen ein. Auch die Drehorte wären schon bekannt!
    Bin mal gespannt, wie dieser „Heimatfilm“ ausgeht!