Nächtliche Badegäste werden künftig angezeigt

Alle, die sich nicht an die Betriebszeiten halten, müssen mit Strafen rechnen.

Kein Juche, am Tristacher See! Zumindest nicht mehr nach 20 Uhr. So wünscht es sich der Betriebsleiter der Lienzer Badebetriebe, Georg Nöckler. Sollten die Badeanlagen des Tristacher Sees nach Badeschluss dennoch betreten werden, will Nöckler rigoros durchgreifen. „Ich sehe mich leider gezwungen, ab sofort auch Anzeige bei der Polizei zu machen, wenn die Nachtruhe am Tristacher See nicht eingehalten wird“, droht Nöckler.

Personen, die das Verbot nicht ernst nehmen, sollen zur Anzeige gebracht werden.

Auslöser für den Groll sind die nächtlichen Ruhestörungen und diverse Vandalenakte am Tristacher See und im Dolomitenbad Lienz. Daher stellt Nöckler unmissverständlich klar: „Das Betreten der Badeanlagen am Tristacher See und im Dolomitenbad ist außerhalb der Betriebszeiten untersagt.“

In letzter Zeit sei es am Tristacher See immer wieder zu nächtlichen Ruhestörungen gekommen, unter denen sowohl Campinggäste als auch die Gäste vom Parkhotel Tristacher See gelitten hätten. „Dabei handelt es sich hauptsächlich um betrunkene und lärmende Jugendliche, die mit Taxis und Mopeds in der Nacht zum Tristacher See fahren um dort weiter ihre Party zu feiern“, wettert Nöckler.

Besonders ärgerlich sei, dass die nächtlichen Besucher beispielsweise Flaschen zerschlagen. „Die Glasscherben liegen dann in der Wiese und sind vom Personal oft nicht zu erkennen, können bei den Badegästen aber zu schlimmen Verletzungen führen“, so der Betriebsleiter.

Nach 20 Uhr soll am Tristacher See künftig Ruhe herrschen. Foto: Tobias Tschurtschenthaler

Gefährlich kann es aber auch für die nächtlichen Schwimmer werden. „Im Freibad werden nach Betriebsschluss mechanische Reinigungsmaschinen in den Schwimmbecken eingesetzt, die Nachtschwimmer durchaus verletzen können“, warnt Nöckler, der zu bedenken gibt, dass bei einem möglichen Unfall kein Helfer vor Ort sei.

„Die Stadtgemeinde Lienz wird als Betreiber des Strandbades Tristacher See nicht länger tatenlos zusehen und Personen, welche die nächtliche Ruhe stören oder Sachschäden verursachen, zur Anzeige bringen“, erklärt Nöckler, der auf die Mithilfe der Lienzer Taxifahrer hofft. „Ich bitte alle Taxifahrer darum, dass sie ab 21 Uhr keine jugendlichen und angetrunkenen Gäste mehr zum Tristacher See fahren, die offensichtlich die Absicht haben dort zu baden.“

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4 Kommentare bisher

  1. madmagista

    Also dann ist jeder der am campingplatz wohnt, mal in die stadt und abends oder nachts wieder hochfährt, ein potenzieller Straftäter… LOL

    KLingt mir eher nach einer spontanen Aussage, schlecht überlegt…also ein HIrnfurz

  2. DimebagDarell

    der hofft auf die Mithilfe der Taxler :-)… Was geht den denen das an?? Sind ja keine “Ordnungshüter”..

    Sehr lächerlich solche “Blitzideen” der Öffentlichkeit zu präsentieren :-).

    Aber lustig ises :-).

  3. nanny

    Ja, es ist schwierig, dem störenden und sachbeschädigenden Unsinn Herr zu werden. Traurig auch, dass solche jugendlichen Randalierer und Vandalen mehr öffentliche Aufmerksamkeit einheimsen können, als die vielen “normalen”, arbeitsamen, frisch-fröhlichen jungen Menschen.
    Aber eine richtige nächtliche Razzia wäre wohl einmal fällig, Motto “Kobra übernehmen sie” – naja, oder so ähnlich …

  4. Gertrude

    Am Tristacher See, Parkplatz Seewiese,spielt es sich wohl ganzjährig, auch im Winter, ab.
    Spuren bezeugen, dass im Winter regelrechte Autorennen veranstaltet werden, und das fast täglich.
    Herr Nöckler ist aber wohl etwas blauäugig wenn er meint, Taxler müßten prüfen, wer des Nachts am See baden und Randale machen oder nur als “normaler Fahrgast” zum See gebracht werden möchte.
    Die Stadtgemeinde Lienz wird sich zu diesen Vorkommnissen sicher etwas Besseres einfallen lassen müssen.