Riesige Mure verwüstet Teile Virgens

Schwere Schäden durch mehrere Flutwellen aus Schlamm und Geröll.

Am Samstag, 4. August gegen 16.30 Uhr führten heftige Unwetter zu mehreren schweren Murenabgängen direkt im Ortsgebiet der Osttiroler Gemeinde Virgen. Nachdem es im Tal nur leicht regnete, heulten plötzlich überall im Tal die Sirenen. Mehrere heftige Schauer prasselten an die glatten Felsen der Nordkette und sorgten dafür, dass in mehreren Intervallen Massen von Geröll, Erdreich und Wasser ins Tal stürzten.

Nachdem die Sperren im Virgenbach vollständig mit Schutt gefüllt waren, donnerte der Bach mit tonnenschwerem Gestein und ganzen Bäumen durch die enge Bachverbauung und riss zwei Brücken mit. Um 16.52 Uhr fiel das gesamte Stromnetz in der Gemeinde aus. Auch die meisten Telefonleitungen waren tot. Zuvor hatten die Einsatzkräfte der Polizei und der Feuerwehr sowie der Bergrettung alle Straßen und gefährdeten Bereiche abgesperrt und die Häuser evakuiert.

Durch die Mure wurden zehn Häuser stark beschädigt. Zwei Brücken sowie zwei Fußgängerstege der Gemeinde  Virgen wurden zerstört. Ein abgestellter und unbesetzter Pkw wurde ca. 100 Meter mitgerissen und schwer beschädigt. Ständig kreisten Hubschrauber über dem Ort und informierten die Einsatzkräfte wenn sich eine erneute, rund sechs Meter hohe Flutwelle zu Tal wälzte. Verletzt wurde zum  Glück niemand.

  • Nach der ersten Welle schien sich die Lage beruhigt zu haben.
  • Doch die zweite Welle kam in mehreren Intervallen.
  • Im Stau der Brücke schossen die Schlammmassen meterhoch in die Luft.
  • Die Wucht der Zerstörung war enorm.
  • Wie Geschosse flogen die Steine der Mure durch die Luft, zertrümmerten Fenster und beschädigten Autos.
  • Die Anwohner mussten buchstäblich um ihr Leben laufen.
  • Entlang des Virgenbaches richtete die Mure schwere Schäden an.
  • Auch der beliebte Panzlwirt...
  • ... und das Pfarrhaus wurden in Mitleidenschaft gezogen.
  • Die Schlammmassen im Ort waren 40 cm hoch.

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6 Kommentare bisher

  1. servus

    Die Bilder sogn olls….

  2. SebastianManfred

    Meine Hochachtung gilt allen Einsatzkräften…

  3. MelissaM

    Und ein Lob auch dolomitenstadt.at. Meilenweit vor den anderen, zeitlich und inhaltlich. Einmal mehr.

  4. sir

    Ein Lob den Einsatzkräften!

  5. jandle

    Ich habe als Kind das schon mal erlebt.1970.Danach haben sie im Firschnitztal eine Staumauer errichtet,aber gegen Naturkräfte kann man nicht wirklich was tun

  6. irina

    Wenn ich mir die Fotos so anschaue, dann faellt mir auf, dass viele Haeuser sehr sehr nahe am Bach sind. Auch wenn der Bach optimal verbaut wurde, kann es nie wirklich ausreichend sein.