Almwirtschaftstagung in Lienz
Freitag, 12. April um 09:30 Uhr
Landwirtschaftliche Lehranstalt Lienz, Josef-Müller-Straße 1
Veranstalter
Nationalpark Hohe Tauern Tirol und Arche Austria
Mehr Infos
www.arche-austria.at oder 04875 5112

Am Freitag, 12. April 2019, treffen sich in der Landwirtschaftlichen Lehranstalt in Lienz Experten, Vertreter der Landwirtschaft und des Naturschutzes aber vor allem auch Praktiker um sich gemeinsam über den Wandel der Almwirtschaft auszutauschen und zu diskutieren.

Die Veranstaltung wirft gezielt ein Blick auf die gegenwärtigen Anforderungen der Almbetreiber in Bezug auf die Klimaveränderung, Nutzungsaufgaben, standortangepasste Beweidung mittels Weideführung und möglichem – wirtschaftlich erfolgreichen – Einsatz von standortangepassten heimischen Nutztierrassen. Neben führenden Experten wie u.  a. Karl Buchgraber aus Raumberg-Gumpenstein werden Praktiker aufzeigen, wie diese ihren oftmals schwierigen Weg erfolgreich umgesetzt haben.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der LLA Lienz, der Bezirkslandwirtschaftskammer Lienz und ARCHE  Austria statt und wird aus Mitteln des Bundes und der EU unterstützt. Kurzentschlossene können sich noch unter Tel: 04875 5112 anmelden.

Die Erhaltung der Almen ist im gesamten Alpenraum ein aktuelles Thema. Die Almen im Nationalpark Hohe Tauern sind ein Mosaik unterschiedlichster Lebensräume, welche durch eine jahrhundertelange, standortangepasste Nutzung und Pflege entstanden sind.  Durch Projekte wie das „Nationalparkzertifikat für Almen“ seitens des Nationalparks Hohe Tauern soll vor allem die Beispielwirkung für Schutzgebiete im gesamten Alpenraum im Vordergrund stehen. Ein wesentlicher Schwerpunkt des Projektes ist es, die zukünftigen Almbewirtschafter/-innen mit den Ideen einer naturschutzfachlich angepassten, nachhaltigen Almwirtschaft vertraut zu machen. Auch für die Auswirkungen des Klimawandels sollen rechtzeitig Maßnahmen zur Anpassung entwickelt werden. Beispiele sind die Anpassung des Almauftriebs oder gezieltes Flächenmanagement durch Beweidung früher entwickelter Standorte oder der Umgang mit Wetterextremen.