Ausstellungseröffnung „Linn: Viljandi / Stadt: Viljandi“ im Kunstraum Café Mitterhofer
Samstag, 25. März um 19:00 Uhr
Kunstraum Café Mitterhofer, Rainerstr. 4, Innichen

Madis Luiks dreiteilige Installation „Linn: Viljandi / Stadt: Viljandi“ (2014) verkörpert gleichzeitig einen Rückblick in die Vergangenheit des in Estland aufgewachsenen Künstlers und eine Dokumentation der gegenwärtigen estnischen Kleinstadt Viljandi. Im Fokus der Ausstellung stehen der geschichtliche Wandel des Ortes und die Darstellung dessen.

Die Erinnerungsarbeit besteht aus drei formalen Ebenen: Fotografien von Straßenszenen und Architekturen, die über den geschichtlich-politischen Wandel der Stadt Zeugnis ablegen, Texte aus einem persönlichen Tagebuch und das Dokumentarvideo Elmo (16′). Im Film wird der Fotograf Elmo Riig, der schon 18 Jahre für die lokale Zeitung „Sakala“ arbeitet und alle wichtigen lokalen Ereignisse dokumentiert hat, begleitet und interviewt. Er erzählt über Fotografie, seinen Beruf und sein Leben. DieTagebuchtexte wurden während eines 90-tägigen Aufenthaltes des Künstlers in der Kleinstadt geschrieben. Obwohl alle Teile repräsentative Darstellungen des Ortes sind, wird dennoch erst mit deren Zusammenschluss eine kohärente narrative Ebene erreicht.

Über den Künstler:
Madis Luik wurde 1988 in der estnischen Hansestadt Viljandi geboren. 2007 nahm er sein Fotografiestudium an der Estnischen Akademie der Künste in Tallinn auf. Im Anschluss daran zog er 2010 nach Wien, um sich an der Akademie der Bildenden Künste weiterzubilden. Seit 2015 wohnt und arbeitet er in Hamburg, wo er neben seinen künstlerischen Tätigkeiten als freiberuflicher Fotograf und Dokumentarfilmer arbeitet.

In Luiks Werken vermischen sich seine Erfahrungen aus dem journalistischen Bereich mit künstlerischer Fotografie. Diese setzt er zumeist mit den Mitteln der Installation um. Seit 2008 hat er mit diversen Fotoserien, Text- und Videoarbeiten an Einzel- und Gruppenausstellungen in ganz Europa, Russland und Australien teilgenommen. Seine Werke haben meist einen erzählerischen Kern, gerne experimentiert er dabei mit verschiedenen Formen des Storytellings. Seine Geschichten tragen einen nostalgischen Charakter: eine Eigenschaft, welche sich durch Dokumentationen in verschiedensten Formen forschen und darstellen lässt.