Bildungshaus: Dr. Meinrad Pizzinini „Hexenwahn und Hexenprozesse in Tirol“
Dienstag, 09. November um 19:30 Uhr
Bildungshaus Osttirol, Kärntner Straße 42, Lienz
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bho.dibk.at oder 04852 65133

„Es gibt kaum ein historisches Thema, das von so vielen Irrtümern und Fehlinterpretationen belastet ist wie das Hexenwesen“, sagt Dr. Meinrad Pizzinini. Der Historiker referiert am Dienstag, 9. November 2021, um 19:30 Uhr im Bildungshaus Osttirol zum Thema „Hexenwahn und Hexenprozesse in Tirol“.

Das zwischen Hexe – gemeint sind immer auch Hexenmeister und Zauberer – und dem Teufel geschlossene Bündnis ist eines der wesentlichsten Merkmale des Hexenbegriffes. Denn daraus bezogen diese Menschen ihre negativen Kräfte, die sie zu vielerlei Untaten befähigten: zum Schadenzauber („Maleficium“) inkl. der Wetterzauberei, zum Flug durch die Lüfte und zur Möglichkeit, sich in die Gestalt eines Tieres zu verwandeln. In Bezug auf die Hexenprozesse sind Höhepunkte in der 1. Hälfte des 16. und in der 1. Hälfte des 17. Jahrhunderts festzustellen, also in Zeiten großer politischer und religiöser Unsicherheit. Ein besonders gut dokumentierter Prozess fand 1679/80 gegen Emerentiana Pichlerin in Lienz statt.

Freiwillige Spenden erbeten. Es gilt die 3G-Regel, es gibt 50 Sitzplätze, eine Platzreservierung ist möglich.


Eine Veranstaltung aus der Reihe „Unsere Heimat – Geschichte, Menschen, Natur“.