Bildungshaus Osttirol: „Wilde Minze“ – Dokumentarfilm mit Zeitzeugin Helga Emperger geb. Peskoller
Dienstag, 17. Oktober um 19:30 Uhr
Bildungshaus Osttirol, Kärntner Straße 42, Lienz

„Wilde Minze“ erzählt die Geschichte einer Mutter-Tochterbeziehung über den Tod hinaus. Im Mittelpunkt des Films steht die hinreißend liebenswerte Protagonistin Helga Emperger (geb. Peskoller, 1928 in Lienz geboren), die als Zeitzeugin mit 80 Jahren ihre sehr berührende Lebensgeschichte erzählt. „Wilde Minze“ ist ein Film über Verlust, Trauer, Lebensfreude, Zivilcourage und die Kraft der Erinnerung. Österreichischer Kinostart von „Wilde Minze“ war am 5. November 2010. Ein Projekt des Vereins Erinnern für die Zukunft.

Filmvorführung mit Einführung durch Gottfried Kalser vom Forum „Mahnmal“ und der Zeitzeugin Helga Emperger (Tochter der Widerstandskämpferin Maria Peskoller, geb. Greil aus Dölsach) am Dienstag, 17. Oktober 2017, 19.30 Uhr im Bildungshaus Osttirol.

Kurzinhalt: Kärnten, 23. Dezember 1944: In Graz werden nach einem Urteil des berüchtigten Volksgerichtshofpräsidenten Roland Freisler acht Todesurteile vollstreckt. Unter den Ermordeten: die Villacher Kommunistin und Widerstandskämpferin Maria Peskoller (geb. Greil aus Dölsach). Ihre Tochter, die damals 16-jährige Helga Peskoller, entgeht einer Anklage und überlebt. Dazwischen liegen Gestapohaft von Mutter und Tochter und schließlich: der letzte Abschied. Lebenslang. Für immer eingebrannt in Kopf und Herz, Fragen ohne Antworten, Bilder ohne Sprache, Heimsuchung der Erinnerung, bleibend nur der Schmerz. Vergangenheit sabotiert Gegenwart. „Niemals wieder“, aber immer wieder Weihnachten. In ruhigen Einstellungen begibt sich der Film, in dessen Mittelpunkt Helga Emperger steht, 65 Jahre danach auf eine Zeit- und Erinnerungsreise. Eine Reise, die den schwierigen Umgang mit traumatischen Erfahrungen thematisiert, aber auch eine Reise, auf der die 80-Jährige das Publikum immer wieder durch ihre Leichtigkeit, ihre Lebensenergie und ihren Humor überrascht.