Osttiroler Biographietheater-Sonntag
Sonntag, 06. November um 14:00 Uhr
Kultursaal Nußdorf-Debant
Veranstalter
Theaterverein Nußdorf-Debant

Biographietheater-Events wurden vom Theater-Netz-Tirol ins Leben gerufen, um die einzelnen Theater-Akteure zu vernetzen. Im Kultursaal Nußdorf-Debant werden vier Theatergruppen fünf Stücke zu unterschiedlichen Biographien spielen. Die Projekte entstanden aus autobiographisch festgehaltenen Lebensgeschichten, die Stücke dauern jeweils ca. 30 bis 45 Minuten. Die Vorstellungen beginnen jeweils zur vollen Stunde. Für Speis und Trank ist gesorgt. Eintritt frei – freiwillige Spenden erwünscht.

Theaterverein Nußdorf-Debant: „Dietmar“ (Schönherr)
Autor: Dr. Ekkehard Schönwiese, Regie: Franz Gatterer/Robert Possenig
Die Geschichte von Dietmar Schönherr – (Interview im Virtuellen Haus der Geschichte Tirol-Südtirol) von seiner Jugend, dem Beginn seiner Laufbahn als Filmdarsteller und Moderator, aber auch von traumatischen Erlebnissen am Ende des zweiten Weltkrieges – wird hier szenisch dargestellt. Leo Karner als Alter Ego und Robert Possenig als Dietmar spielen gemeinsam mit Daniela Ranacher und Tamar Idl, die Sirenen der Verführung darstellen.

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– Dorfbühne Telfes/Stubaital: „Julia M.“
Autor: Moni Grabmüller, Regie: Willi Hammer
1907 als erstes von 12 Kindern geboren, musste Julia M. nach dem Tod der Mutter in deren Rolle schlüpfen. Im Rahmen einer Ehrung erzählt sie aus ihrem Leben unter unvorstellbaren Umständen, die sich in heutiger Zeit für das Publikum fast unglaublich anhören.

– Theatergruppe Vorderes Ötztal Gegenwind: „Leben ohne Liebe“
Autoren & Regie: Lukas Leiter und Hans Geisler
Eine Frau entscheidet sich an einem Punkt ihres Lebens gegen die Liebe und für die Vernunft bzw. das Wohl Anderer. Erzählt wird die wahre Geschichte einer Frau, deren Leben alles andere als leicht war. Wir alle kennen solche Geschichten, aber sie müssen erzählt und lebendig gemacht werden.

– Theatergruppe Kühne Bühne Innsbruck: „no actors act“
Projektleitung: Priska Teran, Regie: Helga Jud, Christina Matuella
„Nur wer seine Wurzeln kennt, kann wachsen“. Vier Männer aus Somalia, Pakistan und dem Sudan begeben sich zurück auf Spurensuche, um in der neuen Heimat wieder festen Boden unter den Füßen zu bekommen. In szenischer Auflösung geben sie Einblick in ihre Geschichten.

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Theaterverein Nußdorf-Debant: „s’Moidele“
Autor: Dr. Ekkehard Schönwiese; Regie: Robert Possenig/Franz Gatterer
Diese Stück erzählt markante Erlebnisse des „Siggitzer Moidele“ aus Dölsach. Es geht um die karge Kindheit in der Zwischenkriegszeit mit all ihren „Nebengeräuschen“ und um seltsame Erlebnisse mit Adolf Hitler. Eine Biographie, die noch zu Lebzeiten der Betroffenen gespielt wird.

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Gabriela Gussnig, Monika Schlemmer, Nina Pfurner und Manfred Amort im Stück „s‘ Moidele“ (v.l.). Fotos: Theaterverein Nußdorf-Debant