DolomitART: Diskussionsrunde „Klettern = Kunst?“
Montag, 17. Oktober um 20:00 Uhr
Kulturzentrum Grand Hotel, Spiegelsaal, Toblach
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Was hat Bergsteigen | Klettern mit Kunst zu tun? Ist Bergsteigen | Klettern Kunst?

Diskussionsrunde mit Ingrid Runggaldier, Helga Peskoller, Veronika Riz, Hanspeter Eisendle und Felix Tschurtschenthaler. Moderation: Judith Edler

Scheinbar gegensätzlich und doch vereinbar? Ist Bergsteigen |Klettern kreativ? Gibt es den einen Moment, in dem die Bewegung des Kletterns zur Kunst wird? Und gibt es eine Kunst, die auf diesen einen Moment „gewartet“ hat, um eine besondere Art von Kunst zu sein? Wie erfährt sich ein Kletterer | Künstler selbst und wie verfährt er mit sich als Kletterkünstler oder als Kunstkletterer? Diesen und anderen Fragen möchte die Diskussionsrunde auf den Grund gehen. Sie versucht, eine Brücke zwischen Kunst und Bergsteigen | Klettern zu schlagen; Parallelen aufzuzeigen und eventuelle Gegensätze deutlich zu machen.

Hanspeter Eisendle: Sterzing, Bergführer und Philosoph; Ausbildung zum Kunsterzieher, seit 1982 Bergführer, Teilnahme an mehreren Himalaja-Expeditionen, einer der besten Dolomitenkletterer mit zahlreichen Erstbegehungen, Sportkletterrouten bis zum 10. Schwierigkeitsgrad. Extreme Klettereien in aller Welt, wobei das Erleben der eigenen Exponiertheit weit vor dem Leistungserlebnis steht. Lebt mit seiner Familie in Sterzing.

Veronika Riz: Bozen, Choreographin und Tänzerin; Ausbildung in Wien, London, Berlin, Paris, New York u.a., Gründerin des Ateliers of contemporary dance Dansart und der Veronika Riz Company (Bozen), internationale Arbeitserfahrung, auch im Film und Theater. Sieht den Tanz als höchste Form des körperlichen Ausdrucks und zwar sowohl als Sprache als auch als Erforschung ihrer selbst und der Welt, in der sie lebt. Wohnt mit ihrer Familie in Bozen.

Felix Tschurtschenthaler: Sexten, Bergführer und Künstler; Ausbildung zum Holzbildhauer, Studium der Bildenden Künste (München), Meisterschüler bei Olaf Metzel, seit 2013 Berg- und Skiführer. Hat Spaß an Dingen, die vordergründig nutzlos erscheinen und Freiräume eröffnen, die er gestalten kann. Ausdruck und Haltung sind ihm zentrale Elemente menschlichen Daseins.

Ingrid Runggaldier: Gröden, Autorin und Publizistin; Sprachstudium, Lehrkraft und Übersetzerin, Publikationen zu den Themen: Frauengeschichte, Alpinismus und Tourismus, Minderheiten aller Art. In den letzten Jahren Rundfunk- und Fernsehsendungen; Herausgabe des Frauenmagazins Gana und des Bands Frauen im Aufstieg; Engagement für Frau und Freiheit. Lebt mit ihrer Familie in Gröden und Bozen.

Helga Peskoller: Innsbruck, Professorin für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Historische Anthropologie und Ästhetische Bildung an der Universität Innsbruck, autorisierte Berg- und Wanderführerin; Grundlagenforschung im Spannungsfeld zwischen Wissenschaft, Kunst, Bildung und Sport; Frage nach der Bedeutung des Körpers beim Denken; wichtigste Veröffentlichung „BergDenken – eine Kulturgeschichte der Höhe“, sämtliche Forschungsprojekte, Auslandsaufenthalte in Ladahk/Indien, Nepal, Norwegen, Argentinien, Chile u.a. Ist Mutter und Großmutter.

Judith Edler: Ritten, freie Journalistin, Radiosprecherin und Moderatorin; Studium des Journalismus in Wien, Sprecherin bei Radio Holiday, sämtliche Beiträge zu alpinen Themen, leitet seit Jehren das Berg- und Wandermagazin im Radio Rai Sender Bozen, wohnt mit ihrer Familie auf dem Ritten.