Fantasima 2017: „Woyzeck“ – Theater Kuckucksheim
Samstag, 18. März um 20:00 Uhr
Kolpinghaus
Veranstalter
Stadtkultur Lienz

Für kluge Menschen ab 14, Dauer: 65 Minuten.

Das Wichtigste auf der Welt ist für den Soldaten Franz Woyzeck seine Liebe zu Marie. Für sie und die Versorgung des gemeinsamen, unehelichen Kindes zehrt der von Visionen Getriebene sich auf. Um sich zu seinem kargen Sold ein Zubrot zu verdienen und seiner Familie ein besseres Leben ermöglichen zu können, hetzt Woyzeck von einem Nebenjob zum nächsten, lässt sich ausnützen und degradieren und kommt dabei nie zur Ruhe. Marie indessen träumt von besseren Zeiten und betrügt ihn mit dem stattlichen Tambourmajor. Dies führt bei Woyzeck zu einem folgenschweren Ausbruch…

Im Zentrum der Kuckucksheim-Inszenierung steht die Deformation eines Menschen unter dem Druck gesellschaftlicher Strukturen. Daneben spielt Musik eine wichtige Rolle in dieser Produktion.

Als Grundlage für die im Stück live gesungenen und eigens komponierten Lieder dienen Gedichte von Georg Büchner und seinen Zeitgenossen, sowie Volkslieder, aus denen Büchner Texte und Fragmente in sein Stück integriert hat.

Idee und Entwicklung: Gyula Molnàr
Spiel: Stefan Kügel
Regie: Team Kuckucksheim, Regieassistenz: Benjamin Seeberger
Ausstattung: Frauke Lehmann-Hößle und Stefan Hößle
Puppen: Gigio Brunello
Musik: Dietmar Staskowiak


Theater Kuckucksheim – Stefan Kügel

Stefan Kügel ist Jahrgang 1962. Nach Kunststudium und Schreinerlehre führte ihn sein Weg zum Figurentheater. Sein 1990 gegründetes Theater Kuckucksheim ist ein fester Bestandteil der fränkischen Theaterszene und regelmäßig auf Festivals im deutschsprachigen Raum zu Gast. In seinen Eigenproduktionen für Kinder und Erwachsene steht Stefan Kügel als Puppenspieler, Schauspieler und Sänger auf der Bühne. Im Sommer 2000 eröffnete er seinen eigenen Spielort, eine zum Theater ausgebaute Scheune im fränkischen Heppstädt.