FESTSPIELE SÜDTIROL: Festival der Jugend
Freitag, 30. August um 18:00 Uhr
Kulturzentrum Grand Hotel Toblach
Veranstalter
Kulturzentrum Grand Hotel Toblach
Weitere Termine
  • 31.08.2019 um 18:00 Uhr
  • 01.09.2019 um 18:00 Uhr

Das kommende Wochenende der „Südtiroler Festspiele der Jugend“ steht im Zeichen der heterogenen Vielfalt des Repertoires und des Zielpublikums.

Nach den internationalen Klavier-Wunderkindern aus Spanien, Italien, Deutschland, Ukraine, Russland und China, Kinder-Virtuosen von 7 Jahren aufwärts, die das zahlreich erschienene Publikum ins Schwärmen brachten, wird den Familien mit musikinteressierten Kindern am Freitag, 30. August, eine weitere Gelegenheit geboten, die einheimischen Jungtalente, Julian Kainrath und Maximilian Trebo sowie die 13-jährige Monica Zhang aus Mailand in einem Family-Concert zu bewundern. Diese werden mit kindgerechten Musikstücken auftreten und die angehenden Musikschüler durch ihre Bravour und den früh gereiften Ausdruck zur Nachahmung stimulieren. Die Solisten des Italienischen Jugendorchesters, die ihrerseits die Crème de la Crème der Jungvirtuosen darstellen, werden mit dem „Carneval der Tiere“ von Saint Saens das Programm kindgerecht komplettieren.

Julian Kainrath

 Am Samstag, 31. August, ist die Reihe des großbesetzten Italienischen Nationalen Jugendorchesters, das unter der Leitung von Alexander Lonquich mit drei orchestralen Parade-Stücken, mit der „Nussknacker-Suite“ der „Fünften“ von Tschaikowsky und dem außer Rand und Band geratenden Orchester-Hit „La Valse“ von Ravel auftrumpfen wird. Ravel bezeichnete seine „La Valse“ bekanntlich als einen „Derwish-Tanz“, der in der Beschleunigung des Walzer-Rhythmus selbst wie im Trance die Besinnung zu verlieren scheint.

Italienisches Nationales Jugendorchester

Von ganz anderer Art ist das leicht-seichte Repertoire vom Sonntag, 1. September, das monographisch die Geschichte des amerikanischen Broadway-Musicals erzählt. In der Zusammensetzung des Programms, mit den chronologisch gereihten Hits –von Cole Porter (Night and Day),George Gershwin (Summertime), Jerome Kern (Roberta), Leonard Bernstein (West Side Story),John Kander (New York, New York), Frederick Loewe (My Fair Lady), Henry Mancini (Moon River) und Andrew Lloyd Webber (Don’t Cry For Me Argentina,The Phantom, Jesus Christ Superstar, Memory, etc.) – ist auch ein informativer Anspruch enthalten, der die Geschichte dieser besonderen Musikgattung erzählt. Der soziologische Ursprung des Musicals liegt ja im einfachen, oft primitiven Geschmack der Einwanderer aus unteren Schichten, die in Minstrel Shows, Revuen in Vaudeville-Theatern, in den „Ziegfield Follies“ mit den langbeinigen blonden Tänzerinnen und Importen europäischer Operetten durch Gilbert & Sullivan (Nummernrevuen mit Komikern, Chorusgirls), in Opposition zur puritanischen Moral, abends leichte Unterhaltung suchten. Als die amerikanisierten Operetten von Gilbert & Sullivan ihre Attraktion verloren, kamen Jerome Kern, Oscar Hammerstein, Cole Porter und George Gershwin und in unserer Zeit Andrew Lloyd-Webber in Kurs.

Solistin mit einem üppig orchestrierten Klangkörper ist der italienisch-ägyptische Musical-Star Silvia Nair: Das Vorbild Barbara Streisand ist in ihrer Stimmführung von vier Oktaven Umfang und sinnlichem Timbre nicht zu leugnen. Es begleitet die Veneto-Philharmonie unter Romolo Gessi.