Galerie in der Mitte: Ausstellungseröffnung „Fritz Ruprechter“
Samstag, 17. März um 20:00 Uhr
Dorfplatz, Hopfgarten i. Def.
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0699 12186050

Geboren 1950 in Matrei i.O. erfuhr Fritz Ruprechter seine Ausbildung an der Hochschule für Angewandte Kunst in Wien und an der Akademie in Groningen, Holland,  aber auch bei mehreren Studienaufenthalten in Japan und Südamerika bei indigenen Völker. Die Liste seiner Ausstellungen ist ebenso lang wie international, auch wurden seine Arbeiten mit zahlreichen Preisen gewürdigt, so z.B. mit dem Kulturpreis des Landes Niederösterreich. Seit etlichen Jahren lebt Fritz Ruprechter südlich von Wien und entwickelt auch gerne gemeinsame Projekte mit anderen kreativ tätigen Menschen. Sein Buch „Viel/Falten“ – gemeinsam mit Walter Pamminger –  wurde 2010 zum „Schönsten Buch Österreichs“ ausgezeichnet.

Fritz Ruprechter in seinem Atelier in Niederösterreich. Foto: Miriam Raneburger

Ruprechters Werke bestechen durch schlichte, unaufdringliche Gelassenheit: klare, schnörkellose Linien streben nach Einfachheit,  von fernöstlicher Philosophie inspiriert strahlen sie Ruhe und tiefe Harmonie aus. Das nahezu durchgängige Prinzip der Arbeiten sind geometrische Strukturen, Streifen, die er in sanften Winkeln kreuzt oder mit schrägen Markierungen rhythmisiert. Die reliefartigen Oberflächen erzeugen Tiefenwirkung, besonders im wechselnden Standpunkt des Betrachters,  die Farbigkeit bleibt dabei  zurückhaltend.

Die künstlerische Absicht ist nicht die Darstellung inhaltstragender Themen, sondern vielmehr der Prozess der Auseinandersetzung mit graphischen Elementen, Linien, Farben, Materialien und Techniken. ‚Strukturen‘ nennt er selbst seine Arbeiten als Ergebnis der Bearbeitung von Flächen aus Holz, Karton, Hartfaserplatten, aber auch Schleifpapier oder Metallfolien, in Arbeitsschritten wie Linieren, Schneiden, Ritzen, Bürsten, Bügeln, Lackieren oder Wachsen. In der Veränderung einzelner Bearbeitungsfaktoren entstehen die zurückhaltenden, und für ihn so bezeichnenden Variationen, nicht nur innerhalb einzelner Bilder, sondern auch innerhalb der Werkgruppen, in denen er stets eine Vielfalt an Möglichkeiten auslotet.

In Hopfgarten präsentiert Ruprechter warme, erdverbundene Arbeiten in Aquarell gewachst, bevorzugt auf Karton. Es sind ruhige, unaufdringliche Werke, die der Seele wohltun, egal, ob man nun bewusst betrachtend davor steht, oder sie einfach im Raum wirken lässt.