Galerie in der Mitte: Gedenkausstellung „Helmut Blassnig – Wem Steine ans Herz gerührten …“
Samstag, 30. November um 20:00 Uhr
Hopfgarten im Defereggental, Dorfplatz
2013 präsentierte Helmut Blassnig (1959-2017) „Kunst aus Stein“ in der DolomitenBank Galerie. Foto: Tobias Tschurtschenthaler

Ein ganz besonderes  Anliegen ist der Galerie in der Mitte in Hopfgarten i.D. ihre nächste Ausstellung. Sie ist dem Steinbildhauer Helmut Blassnig (1959 – 2017) gewidmet, der als Hopfgarter nicht nur einheimisch, sondern auch Impulsgeber, Mitbegründer und jahrelang aktives Vorstandsmitglied der Kreativgruppe Defereggental bzw. der Galerie in der Mitte war. Mit seinen Ideen, so manchen unkonventionellen Zugängen und seinem leidenschaftlichen Einsatz für Kunst, Natur und Handwerk hat er die Aktivitäten der Gruppe wesentlich mitgestaltet.

Für seine künstlerische Auseinandersetzung  fand er nicht nur das Material in der Natur vor, sondern auch – sozusagen als Auftrag – die im Stein enthaltenen Strukturen, die es herauszuarbeiten galt. Er wählte zumeist äußerlich ganz unscheinbare Bachsteine, um mit Intuition und harter Arbeit deren Inneres zum Glänzen zu bringen. Diesem aus dem Material erwachsenden Weg folgte er mit der ihm eigenen Beharrlichkeit, wobei neben Schüsseln, Vasen oder Schmuck zunehmend auch abstrakte Formen entstanden.

Interessierte sind herzlich zur Ausstellungseröffnung am Samstag, 30. November um 20.00 Uhr in der Galerie in der Mitte, am Dorfplatz Hopfgarten i.D. eingeladen.

Im Anschluss ist die Ausstellung bis Mitte März zu folgenden Öffnungszeiten zu sehen: Montag, Mittwoch und Freitag von 15.00 bis 18.00, Samstag von 09.00 bis 12.00 Uhr

„Mich fasziniert Stein als Material“ erklärte der Künstler 2013 im Rahmen seiner Ausstellungseröffnung in der DolomitenBank, „weil Stein einerseits so rustikal ist und doch mit sehr viel Gefühl bearbeitet werden muss, damit er nicht bricht“. Foto: Tobias Tschurtschenthaler

1959 in Innerhopfgarten geboren sammelte Helmut Blassnig bei der Steinbaufirma Lauster in Ainet erste Erfahrungen mit dem Material Stein, traf dort aber auch mit verschiedenen Künstlern zusammen, insbesondere die Begegnung mit Karl Prantl wurde für ihn richtungsweisend. Ab 1990 bei der Lebenshilfe Tirol als Behinderten-betreuer tätig, setzte er sich – nun  privat – zunehmend mit dem Material Stein auseinander, beteiligte sich an verschiedenen Ausstellungen und Kunsthandwerks-märkten sowie an der Organisation des Kunsthandwerks im Defereggental. Das kreative Schaffen war Teil seiner Identität, sein ernsthaftes Suchen, der Respekt vor der Natur und sein enormer persönlicher Einsatz unverwechselbar. Die Kreativgruppe möchte mit der Ausstellung nicht nur seine Arbeit würdigen, sondern auch einem lieben Freund und engagierten Mitstreiter ein Zeichen der Verbundenheit setzen.