Internationaler Bartgeierzähltag
Samstag, 12. Oktober um 10:00 Uhr
Nationalpark Hohe Tauern
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Wie viele Bartgeier leben in den Alpen? Mithilfe und ein Blick nach oben sind anlässlich des 14. Internationalen Bartgeierzähltages 2019 am Samstag, 12. Oktober, gefragt!

Mit nahezu drei Metern Spannweite und ihrem typischen Flugprofil sind Bartgeier von Weiten zu erkennen. Diesen Umstand macht sich das Bartgeierprojekt zu Nutze. Im ganzen Alpenraum wird alljährlich im Herbst der Internationale Bartgeierzähltag (IOD) durchgeführt mit dem Ziel, den aktuellen Bartgeierbestand zu schätzen und Hinweise auf neue Bartgeierpaare zu bekommen.  Interessierte sind aufgerufen, am Samstag, 12. Oktober eine Bergtour zu machen und im Zeitraum von mindestens 10.00 bis  15.00 Uhr nach Bartgeiern Ausschau zu halten. Bartgeier zählen zu den größten Vögeln Europas. Sie sind sehr mobil und legen auf ihren Wanderungen durch die Alpen hunderte Kilometer am Tag zurück. Deshalb ist man auf die Mithilfe vieler Beobachter angewiesen, um den Bartgeierbestand möglichst genau erfassen zu können.

Die besten Chancen auf Bartgeierbeobachtungen in Österreich hat man im Nationalpark Hohe Tauern sowie im Tiroler Oberland (Ötztaler- und Stubaier Alpen, in der Samnaun-, Paznaun- und Verwallgruppe sowie im Lechtal) und in Vorarlberg (Verwall – und Silvrettagruppe, Lechquellengebirge). Interessant sind aber auch Beobachtungen aus anderen Gebirgsgruppen Österreichs. Wichtig ist jedenfalls, Feldstecher, Fotoapparat und Schreibutensilien dabei zu haben und folgende Daten zu erheben: Wo genau (Ortsbezeichnung, Seehöhe) konnte wann und wie lange einen Bartgeier beobachtet werden? War es ein junger oder adulter Bartgeier? Welche Farbe hatten Kopf und Rumpf? Hatte der Geier Mauserlücken oder eine Markierung? Ein Foto zur Dokumentation und Bestimmung wäre hilfreich.

Wer einen Bartgeier beobachtet, kann die Sichtung – telefonisch unter 0664 3436293 und per E-Mail an ferdinand.lainer@salzburg.gv.at, beobachtung@gmx.net oder gunther.gressmann@tirol.gv.at – an das Bartgeier-Team melden. Außerdem gibt es ein Onlinemeldeformular.

Die auffälligen Bartgeier sind meist schon aus großer Ferne zu erkennen. Foto: Hansruedi Weyrich