Museum des Nötscher Kreises: Karl und Elfriede Stark „Leben für die Kunst“
Mittwoch, 28. April um 14:00 Uhr
Haus Wiegele, Nötsch im Gailtal
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  • 29.04.2021 um 14:00 Uhr

Ein wesentliches Anliegen des Museums des Nötscher Kreises ist neben der Präsentation der Werke der Nötscher Malergruppe vor allem das Aufzeigen und Sichtbarmachen ihrer vielfältigen Kontakte zu den unterschiedlichsten Intellektuellen und Künstlerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Daher ist die heurige Ausstellung von 25. April bis 31. Oktber dem Künstlerehepaar Karl und Elfriede Stark gewidmet, die dem Nötscher Kreis sowohl geistig-künstlerisch als auch räumlich stets intensiv verbunden waren.

Karl Stark, „Hochsommer“, 1970, Gouache-Papier. Foto: Graphisches Atelier Neumann, Wien

Der 1921 in der Steiermark geborene Karl Stark war einer der wenigen bedeutenden österreichischen Künstler, welche die expressionistische Tradition in der Malerei fortsetzten und diese auf eigenständige Weise weiterentwickelten. Bereits zu Beginn seines Schaffens stand er unter dem Einfluss der heimischen Frühexpressionisten wie beispielsweise Richard Gerstl, Jean Egger, Herbert Boeckl und Anton Kolig. Stark teilte die Ansichten des Letztgenannten über die Kunst weitgehend und war auch mit den Werken der anderen Vertreter des Nötscher Kreises vertraut, die er zeitlebens sehr schätzte. Als junger Student der Akademie der bildenden Künste in Wien hatte er Kolig noch persönlich kennengelernt und wie für diesen war auch für Stark die Farbe Formbilder und Lichtträger, die Räumlichkeit, Körper und Stimmungen hervorrief. Die Beschaffenheit und Formen der dargestellten Objekte bildeten sich bei Stark aus dynamischen Farbschichten heraus, gestaltet durch seine unverwechselbare, spontane, gestische Handschrift, die er im Laufe seiner eingehenden Beschäftigung mit der Malerei immer mehr perfektioniert hatte und die zu einem zentralen Ausdrucksmittel in seinem Werk wurde.

In Elfriede Petrasch, Tochter einer Klagenfurter Kaufmannsfamilie, fand Karl Stark seine kongeniale Lebenspartnerin, die seine Leidenschaft für die Kunst teilte und diese auch selbst ausübte, bis eine 1953 einsetzende Sehbehinderung zehn Jahre später zu ihrer Erblindung führte. Danach widmete sie sich der Literatur, insbesondere der Verfassung von Gedichten.

Im Leben des Künstlerehepaares spielte Kärnten schon früh eine wichtige Rolle und wurde neben Wien zu ihrem zweiten Lebensmittelpunkt. In Radlach im Oberen Drautal besaßen sie ein Haus und die dortige Umgebung wurde zu einem wesentlichen Motiv im Œuvre Karl Starks.

Daher möchte nun diese Ausstellung anhand charakteristischer Kärntner Landschaftsbilder, kombiniert mit Porträts und Stilleben, einen Einblick in die Malweise Karl Starks geben. Kuratorin der Ausstellung: Sigrid Diewald


Öffnungszeiten Museum des Nötscher Kreises
25. April bis 31. Oktober 2021, Mittwoch bis Sonntag und an Feiertagen von 14.00 bis 18.00 Uhr. Jeden Donnerstag um 15.00 Uhr Führung durch die aktuelle Ausstellung anschließend Kulturspaziergang auf den Spuren der Nötscher Maler (Dauer ca. 90 Minuten). Jeder Sonntag um 15.00 Uhr Führung durch die aktuelle Ausstellung (Dauer ca. 45 Minuten)