NAGO-Vortrag: Carsten Löb „Der Fischotter in Osttirol“

Der Fischotter hat sich die letzten Jahre vom Osten Österreichs her wieder ausgebreitet und inzwischen außer Vorarlberg alle Bundesländer besiedelt. Zaghaft fand auch die Rückkehr nach Tirol statt, nur im Bezirk Kitzbühel gibt es – u.a. durch laufende Zuwanderung sowohl aus Salzburg als auch aus Bayern – inzwischen einen zusammenhängenden Bestand.

Carsten Löb erforscht seit vielen Jahren den Fischotterbestand in Tirol und hat auch unter Mitarbeit der NAGO in Osttirol mehrere Kartierungen durchgeführt. In seinem Vortrag am Freitag, 13. Mai 2022, 19.30 Uhr in der Stadtbücherei Lienz (Vortragsraum, Zutritt über Innenhof) beleuchtet er eine Reihe von Fragen, die in den letzten Jahren auch in lokalen Medien kontrovers diskutiert wurden. Wie schaut es mit dem Bestand in Osttirol aus, das – getrennt von Nordtirol – Zuwanderung alleine aus Kärnten über die Drau und die Gail erhalten hat? Hat sich in Osttirol tatsächlich schon ein zusammenhängender Bestand etabliert?

Der nachtaktive Fischotter führt eine versteckte Lebensweise. Foto: Carsten Löb

Was weiß man über den heimlichen Fischotter überhaupt, außer dass er sich wohl hauptsächlich vom Fisch ernährt und damit Anglern und Fischern Sorgen bereitet? In welcher Dichte können Fischotter vorkommen, welche Habitatbedingungen braucht es überhaupt, dass sich der Otter in einem Gebiet halten und reproduzieren kann, wie sieht die Raum-Zeit-Nutzung des Wassermarders aus und wie ist er an das Leben am Gewässer als Landraubtier eigentlich ausgerüstet? Haben Beutegreifer in unserer Landschaft noch einen (Schutz)Wert, wenn sie in Konkurrenz treten mit anderen Nutzergruppen bzw. in Konflikt geraten mit anderen Naturschutzbemühungen?

Aufgrund der verfügbaren Räumlichkeiten ist die Teilnahme an NAGO-Veranstaltungen auf maximal 40 Personen beschränkt und es gelten die aktuellen Covid-Maßnahmen sowie eine FFP-Maskenpflicht im Vortragssaal.