Öffentlicher Vortrag im Rahmen der 44. Matreier Gespräche
Sonntag, 02. Dezember um 19:00 Uhr
Hotel Hinteregger, Hintermarkt 4, Matrei

Die Matreier Gespräche wurden von Otto Koenig 1972 ins Leben gerufen, um kulturethologische Forschung zu fördern. Diese interdisziplinäre Veranstaltung findet seit 1976 jeden Dezember in Matrei in Osttirol statt. Sie bietet Wissenschaftlern aus so unterschiedlichen Disziplinen wie Physik, Chemie, Mathematik, Biologie, Geschichte, Kulturwissenschaften, Musikwissenschaften, Erziehungswissenschaften, Soziologie, Theologie, Ethnologie, Psychologie und einigen anderen eine Plattform um zu ausgewählten Themen Vorträge zu gestalten und deren kulturethologische Implikationen zu diskutieren. „Generationentransfer“ lautet das Tagungsthema der 44. Matreier Gespräche von 30. November bis 4. Dezember 2018 im Hotel Hinteregger, Matrei.

Interessierte sind herzlich zu einem öffentlichen Vortrag am Sonntag, 2. Dezember 2018 eingeladen:

Prof. Dr. Daniel Zerbin, Northern Business School, Hamburg
Das Böse in uns: Wie wird man kriminell?
Regelmäßig wird in den Medien über Kriminalität berichtet. Fälle von Morden und Vergewaltigungen finden dabei besonders viel Aufmerksamkeit. Die Gesellschaft reagiert in der Regel mit Entsetzen, Empörung und Ausgrenzung des Täters aus der menschlichen Gemeinschaft. In jüngsten Vergewaltigungsvorfällen unter Beteiligung von Asylbewerbern werden die Taten sogar zum Politikum. Wie viel „Tier“ steckt in den Kriminellen und wie viel ist vom „sogenannten Bösen“ noch in uns? Prof. Dr. Daniel geht in seinem ca. 45-minütigen Vortrag auf die Phänomenologie, Entstehung und Einordnung von Kriminalität ein. Dabei beleuchtet der Kriminalwissenschaftler von der Northern Business School aus Hamburg insbesondere aktuelle Fälle von Kapitalverbrechen.
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Prof. Dr. Daniel Zerbin ist Professor für Kriminalwissenschaften an der Northern Business School. Vor seiner Berufung war er unter anderem mehrere Jahre als Offizier der deutschen Militärpolizei (von 1992 bis 2006), als Leiter des Sicherheitsdienstes der Stiftung Preußischer Kulturbesitz Berlin (2010 bis 2011) und als wissenschaftlicher Angestellter bei der Polizei Hamburg (2011 bis 2013) tätig.