Projektpräsentation und Segnung „Hochalpiner Kreuzweg in der Venedigergruppe“
Samstag, 30. Juli um 20:00 Uhr
Pfarrkirche Prägraten
Veranstalter
Gemeinde Prägraten a.G. / Bgm. Anton Steiner
Mehr Infos
www.praegraten.info oder +43 4877 6363

In Prägraten am Großvenediger, im Osttiroler Virgental, wird am Samstag, 30. Juli 2016 um 20 Uhr der höchste alpine Kreuzweg der Alpen erstmals vorgestellt. An der Endstation dieses Pilgerwegs, der Pfarrkirche von Prägraten, werden Pfarrer Damian Frysz sowie Bürgermeister Anton Steiner dieses Projekt präsentieren.

Die Initiatoren dieses außergewöhnlichen Weitwander- und Pilgerweges unternehmen schon seit vielen Jahren Bergfahrten nach Prägraten an den Großvenediger. Diese Wander- und Bergsportfreunde aus Deutschland haben hier in Prägraten und im Virgental das gefunden, was heute noch ganz selten ist: Unberührte Natur, wunderbare Wanderwege, die sich gegenseitig an Vielseitigkeit überbieten, eine herrliche Kombination von Wasserfällen, hochalpinen Wiesen- und Felswegen sowie Menschen, mit denen sie sich schnell angefreundet haben. Diese gemeinsamen Erlebnisse führten zu der Idee, dass hier im Tal und in Verbindung mit den Bergen ein hochalpiner Kreuzweg den idealen Platz finden würde. Und da die Gäste etwas von dem zurückgeben wollten, was sie all die Jahre von hier mitgenommen haben, wurde diese Idee mit dem Versprechen vorgetragen, fleißig dabei zuhelfen, um sie zu realisieren.

Jetzt ist der hochalpine Kreuzweg in der Endphase: Die Wegsteine und -findlinge sind erstellt und werden erstmals und alle zusammen vorgestellt, bevor sie an ihre endgültigen Standorte gebracht werden. Start dieses Pilgerweges ist die neue Hubertuskapelle in Ströden, das Ziel die Pfarrkirche zum Hl. Andreas in Prägraten. Dazwischen befinden sich die 14 Stationen über die Stabanthütte, die Sajat- und die Eisseehütte sowie die Bodenalm und bis zu fünf Berggipfeln, je nach Schwierigkeitsgrad. Es wurden insgesamt zwei Versionen ausgearbeitet. Dabei führt der Pilgerweg auch zum Venediger Höhenweg mit dem atemberaubenden Gebirgspanorama über dem Virgental. Dieser hochalpine Weg gibt gleichzeitig auch einen Einblick in grandiosen und unzähligen Tourenmöglichkeiten, die dieses Tal bietet.

Der heimische Steinkünstler Raimund Gröfler gravierte für Tafeln und Findlinge in 12 Serpentinitplatten die Symbole des Kreuzweges ein: Die römische Ziffer für die jeweilige Station, ein schlichtes Kreuz, das Herz Jesu mit jeweils so vielen Blutstropfen, die die Station kennzeichnet. Im Nahebereich der Kapellen entlang des Pilgerweges hat Raimund die Symbole auf Serpentinit- Findlingen angebracht. Diese Serpentinite oder Serpentin-Gesteine werden in den Steinbrüchen oberhalb von Hinterbichl gewonnen. Dieser Stein wird seit über 3000 Jahren als Schmuck- und Dekorstein verarbeitet.

Am Samstag, 30. Juli 2016 werden Tafeln und Findlinge auf dem Kirchplatz im Anschluss an die Abendmesse um ca. 20.00 Uhr von Pfarrer Damian Frysz gesegnet. Anschließend werden sie an ihren endgültigen Bestimmungsort gebracht. Erstmals an diesem Abend wird auch das „Pilgerbuch“ der Öffentlichkeit vorgestellt. Das Pilgerbuch ist das Herzstück für den Wanderer. Hier findet er nicht nur die Beschreibung der einzelnen Wegabschnitte mit Schwierigkeitsgrad, Höhenunterschieden, die zu bewältigen sind und Möglichkeiten der Einkehr und Übernachtung. Schließlich kann der Pilger in diesem Buch die Stempel oder die Prägungen an den einzelnen Stationen sammeln. So kann er sich nach Vollendung des Pilgerweges seine Belohnung abholen. Denn am Ende erhält jeder einen Lohn für seine Mühe oder besser gesagt für die vielen Eindrücke und kostbaren Momente. Gegen Vorlage des Pilgerbuches im Infobüro des Tourismusverbandes Osttirol im Prägratener Gemeindehaus und für einen kleinen Kostenbeitrag bekommt er einen „Sackstein“ aus Serpentinin. Das Pilgerbuch ist kostenfrei im Tourismusbüro erhältlich.

Als Überraschung wird nach der Weihung der Kreuzweg-Serpentinite der Termin für die Erstbegehung des Pilgerweges bekanntgegeben. So viel kann an dieser Stelle schon gesagt werden: Im September werden alle Kreuzwegstationen ihren Platz gefunden haben und somit wird die Erstbegehung im September stattfinden. Interessierte, die teilnehmen wollen, melden sich bitte bei Bürgermeister Anton Steiner.