Schloss Bruck: Vernissage „Wege in die Moderne“ und „Tag der offenen Tür“
Sonntag, 19. Mai um 10:00 Uhr
Lienz

Als Grenzland zwischen den Regionen teilt Osttirol mit Kärnten und dem übrigen Tirol einen Kulturraum. Was liegt näher, als eine Ausstellung zur Malerei der Moderne aus Kärnten und Tirol im Schloss Bruck in Lienz einzurichten? Künstler aus beiden Regionen haben in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts aus ihren Studienorten Wien und München überregionale Entwicklungen der frühen Moderne mit traditionellen lokalen Verhältnissen zusammengeführt. So treffen in der Schau expressiv-dynamische Bilder des Nötscher Kreises auf Werke der Tiroler Albin Egger-Lienz, Artur Nikodem, Max von Esterle, Alfons Walde und Wilhelm Nikolaus Prachensky sowie Elisabeth Guttenberg- Sterneck auf Kokoschka-Schülerin Hilde Goldschmidt und Herbert Boeckl auf Friedrich Hell. Nach Ende des 2. Weltkrieges waren für die abstrakte Malerei in Österreich Künstler aus beiden Bundesländern prägend. Maria Lassnig, Hans Staudacher und Kiki Kogelnik in Kärnten, Oswald Oberhuber, Markus Prachensky und Max Weiler in Tirol. Eine realistische Malerei verfolgen parallel dazu Wilfried Kirschl, Gerhild Diesner oder Giselbert Hoke.

Die Sonderausstellung „Wege in die Moderne, Malerei von 1900 – 1960“ wird um 11.00 Uhr von Bürgermeisterin Elisabeth Blanik und Ausstellungskurator Dr. Günther Moschig offiziell eröffnet. Wer etwas mehr Einblick in die Werkschau wünscht, hat um 14.00 Uhr die Möglichkeit, sich Dr. Günther Moschig persönlich durch die Ausstellung führen zu lassen .Interessierte sind herzlich eingeladen, ebenso zum „Tag der offenen Tür“ von 10.00 bis 17.00 Uhr!

Elisabeth Guttenberg-Sterneck zählt zu den Vorreiterinnen der Moderne. Auf Schloss Bruck ist auch ihr „Selbstbildnis mit Hund“ zu sehen. Foto: MMKK