Vernissage Georg Planer in der Kunstwerkstatt Lienz
Freitag, 12. April um 19:00 Uhr
Kunstwerkstatt Lienz, Lebenshilfe, Mühlgasse 8a

Georg Planer wird in Osttirol wohl immer mit einem besonderen Kunstwerk in Verbindung gebracht werden – der gläsernen Skulptur am Südportal der Felbertauernstraße, um die sich damals eine heftige Debatte entzündete. Es ging dabei weniger um die künstlerische Qualität des spannenden Glasobjekts als um dessen Funktion und die Frage, ob nicht auch an anderen Straßen ähnliche Skulpturen die Besucher des Bezirkes begrüßen sollten.

Georg Planer stammt aus St. Veit im Defereggental. In Lienz wurde er gleich nach seinem Studium an der Akademie der bildenden Künste bei Joannis Avramidis in Wien bekannt durch seine lebensgroßen, aus Kuhmist geformten Liegefiguren, die lange Zeit als sein Markenzeichen galten und die er in anderen Materialien an prominenten Orten, u. a. im Stift Wilten und im Turm von Schloss Bruck inszenierte. Planer arbeitet in seinem Atelier am Millstätter See an neuen Steinskulpturen, aber auch mit einem für ihn eher ungewöhnlichen Medium: „Ich versuche seit einiger Zeit täglich eine Zeichnung zu machen. Nicht als Skizze für eine Skulptur, sondern als parallele künstlerische Ausdrucksform.“

Am Freitag, 12. April, findet die Vernissage für eine Einzelausstellung Georg Planers in der Kunstwerkstatt Lienz statt. Bis 23. Mai werden seine Arbeiten zu sehen sein, darunter zwei große Steine, 3,2 und 2m lang, die durch Planers Bearbeitung ihre Schwere verlieren und wie schwebend wirken. Dazu ein großformatiges Gemälde, an dem der Künstler ein ganzes Jahr lang gearbeitet und seine Erfahrungen aus dem künstlerischen Tun mit Farbe und Pinsel ausgedrückt hat. Saxophonist Hannes Kawrza wird die Schau musikalisch begleiten.

Georg Planer in seinem Freiluft-Atelier in Millstatt. Foto: Ramona Waldner