Vortrag Digitalisierung
Freitag, 01. Februar um 19:30 Uhr
Bildungshaus Osttirol, Kärntner Str. 42, 9900 Lienz

Leben und Lernenzwischen 0 und 1. Was heißt und zu welchem Ende betreiben wir die Digitalisierung der Bildung?

Digitalisierung ist das Zauberwortunserer Epoche und nichts scheint so dringend, wie diese im Bereich der Bildung voranzutreiben, denn nur so könnten junge Menschen auf die Arbeitsplätze der Zukunft vorbereitet werden. Bildung 4.0 ist deshalb in aller Munde. Doch ist dieser Ansatz überhaupt richtig? Neben all den wichtigen lernpsychologischen Einwänden gegen einen zu frühen Einsatz digitaler Geräte im Unterricht, neben dem ebenso wichtigen Hinweis, dass der zu recht geforderte kritische Umgang mit Internet, sozialen Netzwerken und digitaler Lebenswelt eine Distanz zur Voraussetzung hat, die ihr Fundament in der analogen Welt haben muss, spricht vor allem eines gegen die These, dass die Digitalisierung der Bildung auf die neue Arbeitswelt vorbereitete: Digitalisierung bedeutet, alles zu automatisieren, das automatisiert werden kann, alles zu vernetzen, was vernetzt werden kann. Wohl werden für die Pflege dieser Technologien immer eine Handvoll Techniker und Experten gebraucht werden, auf den Arbeitsmärkten der Zukunft werden aber jene Menschen die besten Chancen haben, die Kenntnisse und Fähigkeiten aufweisen, die entweder nicht digitalisiert werden können oder die Digitalisierung kritisch und reflektierend begleiten. Ein avanciertes Konzept der klassischen Bildung wäre dazu nicht der schlechteste Ansatz.

Referent: Univ. Prof. Dr. Konrad PaulLiessmann, Hrsg.des Buches „Bildung als Provokation“,

Beitrag: Freier Eintritt – Spende erbeten
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