Weihe der neu restaurierten Widumskapelle zu den „Sieben Schmerzen Mariens“ in St. Johann
Samstag, 30. April um 17:30 Uhr
St. Johann im Walde

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Weihe der neu restaurierten Widumskapelle zu den „Sieben Schmerzen Mariens“ in St. Johann im Walde am Samstag, 30. April 2016.

Programm
17.30 Uhr: Feierlicher Empfang von Erzbischof Dr. Alois Kothgasser beim Feuerwehrhaus
18.00 Uhr: Gemeinsamer Einzug zur Widumskapelle mit Feuerwehr, Musikkapelle und Schützenkompanie
Danach Feldmesse und Einweihung mit feierlichem Aufstecken des Turmkreuzes. Im Festzelt unterhalten die „Oberleibniger“.

Für Speis und Trank ist bestens gesorgt. Im Rahmen der Veranstaltung findet auch die Versteigerung eines Reliefs, gestiftet vom heimischen Bildhauer Sebastian Rainer statt.

Über die Kapelle zu den „Sieben Schmerzen Mariens“:
Im Volksmund wird sie auch Widumskapelle genannt, da sie unmittelbar neben dem Pfarrwidum und einer alten hohen Linde steht. Errichtet wurde die Kapelle im Jahre 1804, sie hat also schon viel erlebt, z.B. den Einmarsch der französischen Truppen während des Tiroler Freiheitskampfes. Wahrscheinlich nicht umsonst war sie in der Vergangenheit dem heiligen Nepomuk (Brückenheiliger und Patron bei Wassergefahr) geweiht, denn Hochwasser war in St. Johann im Walde stets eine große Gefahr. Das schöne vergoldete Altärchen der Kapelle umrahmt ein Gemälde „Maria Hilf“ aus dem 17. Jahrhundert. Interessant ist auch, dass seinerzeit drei Glocken im Turm eingebaut waren, da die drei Glockenseilausnehmungen sind noch sichtbar. Nach letzten Aufzeichnungen wurde die Kapelle 1976 unter dem damaligen Bürgermeister Paul Oblasser (Gschwenterbauer) restauriert.

Über 30 Jahre Witterungseinfluss und Schmutz und Erschütterung durch die Landesstraße setzten dem Bauwerk so zu, dass die Pfarre St. Johann die dringend notwendige Generalsanierung startete. Die geplanten Ausgaben für die Sanierung von Dach und Fassade (ca. € 35.000) konnten nicht eingehalten werden, da nach genauerem Bewerten auch der gesamte Dachstuhl samt Glockenturm sowie der Kapellenboden und das Gestühl erneuert werden musste. Trotz 400 unentgeltlicher Helferstunden der Bevölkerung und vielen kostenlosen Materialbeistellungen von verschiedenen Firmen muss mit Gesamtkosten von rund € 56.000 gerechnet werden. Nach dem Renovierungsbeginn im August 2015 wurde ein erheblicher Anteil der Kosten aus Spenden der Gemeindebürger, Firmen und einem Erntedankfest mit Gabenversteigerung abgedeckt – ca. € 16.000. Ein Baukostenzuschuss von ca. 15 bis 20 Prozent wurde vom Bundesdenkmalamt und der Diözese Innsbruck gewährt.