Land will nur Lienzer Bad fördern

Klare Tratter-Ansage zu Standort und Finanzierung.

Die Lienzer Bürgermeisterin Elisabeth Blanik und Vizebürgermeister Meinhard Pargger trafen sich am 7. August in Innsbruck mit Landesrat Johannes Tratter, um unter anderem über die Finanzierung des neuen Hallenbades in Lienz zu verhandeln. Laut Blanik habe sich Tratter klar und deutlich ausgedrückt: „Der Landesrat sagt, dass nur ein Schwimmbad im Bezirk finanziert wird, das in der Stadt Lienz angesiedelt sein soll.“

Für die Finanzierung stehen verschiedene Landes-Töpfe wie etwa Infrastruktur-, Sportinfrastruktur- oder Tourismus-Fonds zur Verfügung. „Die Töpfe sind prall gefüllt! Als nächstes steht ein Gespräch mit Landeshauptmann Günther Platter auf dem Programm. Wir müssen abklären, welche Finanzierungslücke sich ergibt,“ feilt Blanik weiter an den Schwimmbadplänen.

Für das Projekt haben bislang der  TVB Osttirol 2,5 Mio Euro sowie die Stadt Lienz 10 Mio Euro budgetiert. Außerdem sollen über die sogenannten Bedarfszuweisungen 2,5 Mio Euro aufgebracht werden. Hier werden alle Gemeinden des Bezirkes nach einer Kopfquote zur Kasse gebeten, wobei auch in diesem Topf der Löwenanteil von ca. 600.000 Euro auf Lienz entfällt. Die Planungsverbände haben dieser Regelung zugestimmt, in einzelnen Gemeinden regte sich später aber Widerstand.

Die projektierten Kosten für das Bad, dessen architektonische Umsetzung noch im Herbst europaweit ausgeschrieben werden soll, belaufen sich auf 18 Mio. Euro. Das Nutzungskonzept samt betriebswirtschaftlicher Kostenrechnung ist fertig. Laut Blanik fällt der Startschuss für den Architektenwettbewerb, sobald die endgültige Finanzierung steht. Fließen alle Gelder wie geplant, beträgt die “Lücke”, die das Land oder andere auffüllen müssen, rund drei Millionen Euro.

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3 Kommentare bisher

  1. skeptiker

    @bergfex
    öffentliche Aufträge > 5 Mio müssen europaweit ausgeschrieben werden (EU-Richtlinie).

  2. bergfex
    bergfex

    Die Worte der Politiker sind in den Ohren des Volkes nicht gerade positiv verwurzelt. Ist es Gesetz , eine Ausschreibung europaweit zu machen ? Schon da könnte viel Geld gespart werden. Wir werden doch in Österreich genug kluge Köpfe haben. Und zur Ausführung werden dann auch wieder alle europäischen Firmen eingeladen und meistens bekommen auch die Auswärtigen die meisten Aufträge. (Siehe ……!!

  3. senf

    Bin mal gespannt, ob Trattners Worte halten. Sein Parteifreund Köll wird da ja nicht so schnell aufgeben, denn nach dem Quasibeschluß des TVB-AR sind ja die erforderlichen Mittel bereits für das Erlebnisbad Matrei gebunden. Und diese Mittel könnten ja zu Teil über die Ortstaxe des neuen 500 Bettenhotel in Kals hereingebracht werden – woher denn sonst. Wär ja noch schöner, wenn die zu erwartenden Mehreinnahmen nach jahrelangem Stillstand nun doch für Werbung eingesetzt würden. Wozu überhaupt werben, da hat der Wähler ja nichts davon, ein Erlebnisbad hingegen kann man angreifen, man kann sich darin austoben – aber bitte ohne lästige Urlaubsgäste …