Ab ins Bad
Ab ins Bad

Es gibt eine Reihe von Badeanstalten im Bezirk, die eines gemeinsam haben: Sie entstanden zu einer Zeit, als Bäder noch keine „Spaßbäder“ waren und dennoch Spaß machten. Wir haben uns die Osttiroler Bäder angesehen, bevor der Ansturm der Sonnenhungrigen einsetzte und dabei Orte entdeckt, die uns an wunderbare Ferien erinnern und an eine unbeschwerte Zeit, in der unser Sommerglück nur zwei Zutaten brauchte: Wasser und Sonne.

Virgen

Dieses Bad sieht retro aus, hat aber neueste Technologie unter der Wasserlinie und ein Top-Bergpanorama als Kulisse.

Beim Fototermin in Virgen lag das Bad noch im Dornröschenschlaf und auf den Bergen Schnee. Die Anlage hat richtig Charme. Sie ist die höchst gelegene in Osttirol, wurde erst vor Kurzem generalsaniert und sogar mit einer Solarheizung ausgestattet, passend zum Ökoimage des Sonnendorfes im hinteren Iseltal. Das Sportbecken misst 50 Meter, wer will, kann aus verschiedenen Höhen hineinspringen oder die Rutsche nehmen. Es gibt Spielplätze für Kinder und Beachvolleyballer, gleich angrenzend auch Tennis und eine Bahn für Rollerskater. Überdurchschnittlich gut und breit ist das Angebot des Schwimmbad-Buffets. Hier kommt man im Sommer richtig gut über die Runden.

Tel.: +43 4874 / 52117

Oberdrauburg

Das Bad in Oberdrauburg ist ein Klassiker, an dessen Beckenrand sich früher auch viele Lienzer sonnten, weil es zu den ersten modernen Kommunalbädern der Region zählte.

Seither wurde viel modernisiert und dem Trend angepasst, ohne das gemütliche Flair des Bades zu zerstören. Familien mit Kindern sind die Hauptzielgruppe, wie in den meisten kleineren Gemeindebädern. Immerhin gibt es eine 58 Meter lange Rutsche, einen „Kids-River“ mit stärkerer Strömung, flankierende Sportmöglichkeiten wie Beachvolleyball und Tischtennis, einen Tennisplatz gleich vis-à-vis und auf der 10.000 m² großen Liegewiese viele Spiel- und Klettergeräte für die kleinen Badegäste.

Tel.: +43 4710 / 2248-0

Matrei

Klein aber fein und atmosphärisch ist das Matreier Bad, ein nettes Plätzchen für die heißen Tage.

Auch das Matreier Bad ist solarbeheizt und misst zwar nur 25 Meter, dafür gibt es aber auch ein Nichtschwimmerbecken mit Rutsche, zwei Kinderplanschbecken und satte 20.000 m² Liegewiese in romantischer Waldlage. Keines der Osttiroler Bäder, außer jenes in Lienz, hat mehr Liegefläche. Das Buffet im Matreier Bad hat einen Gastgarten und wer statt Karten lieber etwas anderes spielt, kann zwischen Fußball, Tischtennis und Beachvolleyball (beleuchtet) wählen. Auch in Matrei ist der Blick in die Umgebung ein echtes Plus, hier schaut man vom Badetuch aus in die Berge und genießt den Sommer in einer leichten Brise Tauernwind, der willkommene Kühlung an heißen Tagen bringt.

Tel.: +43 4875 / 6455 oder 6805

Dölsach

Das Terrassenbad in Dölsach weckt in manchem Lienzer Erinnerungen.

Schon vor dem Dolomitenbad in Lienz gab es das Schwimmbad in Dölsach, das in den Siebzigern deshalb auch viele junge Dolomitenstädter anzog. Typisch für Dölsach ist seine terrassenförmige Liegewiese, auf der nicht nur die Sonnenfreaks ihr Lieblingsplätzchen finden, sondern auch Familien mit Kleinkindern, die unter alten Bäumen schattige Siesta halten. Es gibt drei Becken, einen Beachvolleyballplatz und einen relativ großen Kinderspielplatz.

Gemütlich ist auch die Gastronomie in diesem Bad mit Ausblick über den Talboden, das Essen schmeckt und nicht nur Badegäste schauen gern auf ein kühles Getränk vorbei, dank praktischer Lage direkt an der Bundesstraße, samt ausreichendem Parkplatzangebot.

Tel.: +43 4852 / 68233

Vithal Assling

Thal-Assling hat als „Badeort“ in Osttirol Tradition und kann mit einer Anlage punkten, die erst vor Kurzem erneuert wurde.

Das einzige Oberländer Bad ist ein Klassiker im Rücken des Thaler Sägewerkes und nahe der Drau, modern umgebaut und saniert, aber immer noch sehr atmosphärisch – ein fröhliches Sommerrefugium für die ganze Familie, das von der Gemeinde seit jeher gut in Schuss gehalten wird. Vor allem Kinder und in den Nachmittagsstunden auch Jugendliche kommen gern hierher, es gibt einen Abenteuerspielplatz, eine Funcourt-Sportanlage für Basketball, Volleyball, Handball, Fußball, Badminton und Federball. Hier hängt man ab, spielt eine Runde, plaudert und springt vielleicht auch einmal ins Wasser. Sommer pur im Pustertal.

Tel.: +43 4855 / 8305

Leisach

Leisach ist in mehrfacher Hinsicht ein Geheimtipp. Nahe der Stadt findet man hier Ruhe, Schatten und Charme.

Alle hier gezeigten Bäder beweisen ganz unaufgeregt und mit herrlich geradliniger Zweckarchitektur, wie einfach man der Seele einen Platz zum Baumeln bieten kann. Das Bad in Leisach ist ein besonders hübsches Beispiel. Wer hier an einem Sommermorgen um 9.00 Uhr sein Badetuch ausbreitet und auf die umliegenden Dolomitengipfel schaut, fühlt sich den Elementen nahe und atmet den Sommer in aller Frische ein. Jetzt noch ein paar Tempi im noch jungfräulichen Becken, ein Kleiner Brauner und die Tageszeitung, bevor die fröhlichen Knirpse kommen, mit Schwimmflügeln gesichert und von ihren Müttern gut eingecremt. Auch sie sind glücklich in diesem kleinen Waldparadies.

Tel.: +43 4852 / 63672 oder  62660

Tristacher See

Der Tristacher See ist eine Kategorie für sich. Nicht nur in Lienz. Seine Fans schwören: Hier ist der schönste Badeplatz der Welt.

Die Farbe des Wassers, in dem sich der Wald und die Berge spiegeln, das Licht zu unterschiedlichen Tages- und Jahreszeiten, die schroff aufragende Seewand und der Dunst, der an manchen Tagen über dem molligen Wasser liegt, dann, wenn es ausnahmsweise wärmer ist als die Luft – das Strandbad Tristacher See hat sehr viel Flair. Und das kann man an ruhigen Tagen sogar hören. Wenn sich die Schwimmer morgens bei „einer Breite“ im Wasser begegnen, dann lächeln sie sich an und sagen: „Schön, gell?“ Oder: „Des is halt wos“ und ganz oft: „Da kannsch des Meer vergessen.“ Dem ist nicht viel hinzuzufügen.

Tel.: +43 4852 / 63820 oder 6560

Credits
  • Fotografie: Wolfgang C. Retter
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