Work out
mit Steffi
Work out mit Steffi
Viele Osttiroler kennen Stefanie Ortner als das erste „Skiweltcup-Girl“ – doch hinter dem hübschen Gesicht steckt eine sportliche Studentin und erfolgreiche Geschäftsfrau. Steffi zeigte mir ihre Crossfit-Box, wir machten zusammen eine Trainingseinheit, wo ich gecoacht wurde und nebenbei stellte ich ihr ein paar Fragen.
Klara Fuchs ist Sportstudentin und Triathletin. Für Dolomitenstadt berichtet sie aus der Welt des Sports.
Man wird vielseitig gefordert, da man turnt, Krafttraining betreibt, dehnt, läuft und immer wieder neue Dinge übt.

Erzähl mir etwas von dir Steffi, warst du schon immer so sportlich?

Ja, ich war immer recht vielseitig und besuchte das Sport-Borg zu Hause in Lienz. Damals zählten zu meinen Lieblingssportarten Leichtathletik und Rennradfahren. Nach der Schulzeit ging es für mich nach Graz, wo ich Sport und Psychologie auf Lehramt und zusätzlich noch Sportwissenschaften studiere. Seit  zweieinhalb Jahren habe ich nun Crossfit für mich entdeckt und ich liebe es total!

Was genau ist Crossfit?

Crossfit ist eine Trainingsmethode, wo man Eigengewichtsübungen, Gymnastik, Gewichtheben und Herz-Kreislauf-Übungen miteinander verbindet. Man wird vielseitig gefordert, da man turnt, Krafttraining betreibt, dehnt, läuft und immer wieder neue Dinge übt. Deshalb mag ich es auch so gerne – ich trainiere selbst fünf Mal pro Woche und mag die Vielseitigkeit und dass man jedes Mal aufs Neue gefordert wird. Dahinter steckt auch eine ganze Lebensphilosophie, man ernährt sich gesund, unterstützt sein Team, hilft sich gegenseitig, trainiert, gewinnt und verliert zusammen und jeder gibt immer sein Bestes.

Wann hast du beschlossen, deine Leidenschaft zu deinem Beruf zu machen?

Die Idee entstand eigentlich aus einem Jux, doch zusammen mit sieben Freunden und meinem Freund haben wir beschlossen eine Crossfit Box (Crossfit Murstadt) hier in Graz zu eröffnen. Im Frühjahr 2014 ist unsere Idee entstanden, anschließend haben wir eine ganze Lagerhalle selbst renoviert und hergerichtet und im November konnten wir die Eröffnung feiern. Seitdem haben wir schon 100 Mitglieder und es werden mehr und mehr.

Steffi zeigt mir ihre Lieblingsübungen und erzählt mir auch, warum sie das Ganze so gerne mag. „Man kommt nicht einfach nur hierher in unsere Box und trainiert mit Maschinen, so wie in einem modernen Studio. Hier wird zusammen geschwitzt und zusammen gekämpft. Jeder unterstützt jeden, egal wie unterschiedlich die Leistungsstufen sind. Ich bin sehr gerne Coach und helfe den Leuten, deshalb möchte ich auch Lehrerin werden. Ich möchte Kindern und Erwachsenen mein Wissen und die Liebe zum Sport weitergeben können.“

Achtest du auch speziell auf die Ernährung? Und was heißt Paleo?

Wenn man viel trainiert, merkt man einfach, dass es einem besser geht, wenn man sich gesund und ausgewogen ernährt und auf künstliche Lebensmittel verzichtet. Ich ernähre mich nach der Paleo-Form, sprich Steinzeitkost. Das heißt, dass man sich so gut es geht wie unsere Vorfahren ernährt. Ich esse also viel Obst und Gemüse, Fleisch, Fisch, Nüsse, kein Brot und wenig Kohlenhydrate. Doch wenn ich viel trainiere und merke, dass mein Körper es braucht, esse ich auch gerne Reis und Kartoffeln. Es tut mir einfach gut und hilft meinem Körper, sich bestmöglich zu entwickeln.

So, genug gequatscht, jetzt trainieren wir eine Runde. Auf den nächsten Seiten zeigen wir euch ein paar typische Crossfit-Übungen!

Training mit dem Gummiband

Diese Übung wird „Good Mornings“ genannt. Wähle eine stabile Ausgangsposition, hüftbreiter Stand und Gewicht auf den Fersen. Die Knie werden abgebogen, mache ein Hohlkreuz und nun ist es wichtig, dass der Rumpf sehr stark angespannt wird. Jetzt wird der Oberkörper langsam nach unten und anschließend wieder nach oben gebracht. Führe die Übung langsam und konzentriert aus. Diese Übung ist sehr effektiv, wenn man den Rücken und den Bauch stärken will.

Neu und modern: Faszientraining

Faszientraining, das ist Training und Selbstmassage mit der „Blackroll“. Eine große Rolle bei der Entstehung von Verspannungen wird dem Bindegewebe, den sogenannten Faszien, zugesprochen.Durch Training, Fehl- oder Überbelastung, aber auch durch Bewegungsmangel können sie sich verdrehen und schließlich verkleben oder verhärten. Die Folge sind Schmerzen und Unbeweglichkeit. Regelmäßig durchgeführte Übungen mit der Blackroll lösen Muskelverspannungen und Verklebungen im Bindegewebe, fördern die Durchblutung und wirken wie eine Massage – tragen also zur aktiven Regeneration bei und helfen, Verspannungen und Schmerzen zu lindern.

Man kann damit anfangen, dass man sich vorsichtig mit der gewünschten Muskelpartie auf die Blackroll legt. Je nach Verspannung und Schmerzen kann man das Gewicht verlagern, um mehr Druck auszuüben. Wenn sich die ersten Verspannungen lösen, kann man vorsichtig über den Muskel rollen. An verspannten oder schmerzenden Stellen kann man immer wieder einige Sekunden anhalten und dann weiter rollen.

Training mit dem Medizinball

Bauchtraining zu zweit: Man legt sich auf den Rücken, die Lenden schön auf dem Boden liegend, Hände nach oben strecken und Bauch kräftig anspannen. Nun berührt die Person, die gerade den Ball in der Hand hat, hinter dem Kopf den Boden und arbeitet sich mit dem Bauch wieder nach oben, um ihrem Partner den Ball zu übergeben.

Auf dem zweiten Bild mache ich „Wallballs“! Halte den Ball vor deiner Brust und spanne den Rumpf an. Mache eine tiefe Kniebeuge – Gewicht auf der Ferse und Hohlkreuz im unteren Rücken – und beim Hochgehen wird der Ball nach oben auf einen hohen Punkt der Wand geworfen. Fang den Ball und gehe wieder tief. Diese Übung ist dynamisch und anstrengend. Hier werden das Herz-Kreislaufsystem trainiert, der Rumpf, die Beine und auch der Oberkörper. Perfekt, wenn man nicht viel Zeit hat und doch schnell und effektiv trainieren will!

Credits
  • Autorin: Klara Fuchs
  • Fotografie: Miriam Raneburger
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