Nur leichte Steigerung bei Jänner-Tourismus

Ferienregion Hochpustertal legte am stärksten zu. Defereggental verliert.

Die Region Hochpustertal - hier die Obertilliacher Felder - legte bei den Nächtigungen im Jänner zu.

So gut wie 2009 entwickeln sich die Nächtigungszahlen in der Wintersaison für Osttirol heuer nicht. Im Vergleichszeitraum November 2011 bis Jänner 2012 verlor der Bezirk gegenüber damals knapp 23.000 nächtigende Urlaubsgäste. In der heurigen Periode ist insgesamt nur eine Auslastung von ca. 38 % zu verzeichnen. Im Defereggental ist zwar eine Auslastung von knapp 42 % zu beobachten, bei den Jänner-Nächtigungen aber zählt diese Region mit einem Rückgang von 4,2 % zu den großen Verlierern.

Die Nächtigungen steigen im Jänner um 0,34 % leicht gegenüber dem Vorjahr, was gut 730 Nächtigungen entspricht. Die Nächtigungszahl in der Region Lienzer Dolomiten blieb mit einem Minus von 0,27 % nahezu gleich.

Im Vergleich zum letzten Jahr lässt sich aus der Nächtigungsstatistik ein Minus von 2,18 % für ganz Osttirol herauslesen. Der größte Verlierer mit -5,22 % ist die Region Defereggental, gefolgt von der Region Nationalpark Hohe Tauern mit -3,8 %. Allein der Monat Jänner brachte für die Region Matrei, Kals, Prägraten, Virgen und St. Johann aber trotzdem ein Plus von 0,93 % gegenüber dem Vorjahr. Mit fast 111.000 gemeldeten Nächtigungen im Jänner 2012 freut sich die Region Hochpustertal über 3,41 % Nächtigungen mehr als im Jänner 2011.

Das Gros an Touristen kommt mit 53 % aus Deutschland und mit 14 % aus Österreich. Sie bevorzugen den Aufenthalt in 3*Hotels (27 %), 4/5*Hotels (20 %), 2*Hotels (14 %) und privaten Ferienwohnungen (13 %).

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3 Kommentare bisher

  1. hoidanoi

    Nehmen wir Franz Theurl beim Wort und sehen uns die Jännerstatistik des Landes Tirols für den gerade im Focus stehenden Zeitraum an:
    Im Vergleich zu Vorjahr verbucht die Landesstatistik Tirol für den Monat Jänner ein Minus von 2.870 Ankünften in absoluten Zahlen. Die Ankünfte seien, laut Franz Theurl, der Gradmesser für Erfolg und Misserfolg der Osttirol Werbung. Da Franz sich gerne relativer Zahlen bedient, soll das relative Minus nicht verschwiegen werden.
    Es schlägt mit – 7,3 Prozent zu Buche.
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    Anders in der, laut Franz T. mit Osttirol absolut vergleichbaren, Metropolregion Innsbruck:
    Dort stiegen die Ankünfte absolut um 3.420 und relativ um 4,2.
    Was will uns das sagen?
    Laut Franz wohl, dass die OW zumindest für den Jänner 2012 besonders schlecht gearbeitet hat und die Werber in Innsbruck Wunderwuzzis sein müssen.
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    Dass zeitgleich in Osttirol die Nächtigungen um 985 gestiegen sind, was ein relatives Plus von 0,5 Prozent zum Vorjahr darstellt, muss wohl der Arbeit der Vermieter zugeschrieben werden, denn Nächtigungen sind laut Franz, damit ihn da auch keiner falsch versteht, nicht der Gradmesser für erfolgreiche Werbearbeit.
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    Bei all den Ungereimtheiten in den Behauptungen der vergangenen Wochen, die Entwicklung auf den Reisemärkten, die Notwendigkeit ein klaren Vision für die Region, der Bedarf an einer Verbandsführung, die Transparenz nicht für lästig, überflüssig und hinderlich empfindet, die den Bedürfnissen des Gastes nachspürt und nicht der Befriedigung der eigenen Vorlieben nachgeht, die sich vom Gönnerhaften und Alles-Zusagenden verabschiedet, um sich wieder den Kernaufgaben zu zu wenden, ist unübersehbar.
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    Die Stagnation im Bezirk (seit mehr als 10 Jarhen hält sich das Nächtigungsnivaeu mehr oder minder stabil um die 1,9 Millionen (die letzten beiden Jahre darunter), lässt die notwendigen Mittel für die überambitionierten Investitionen der Vergangenheit nicht aufbringen, verhindert die dringend notwendige Eigenkapitalbildung in den Betrieben, lässt das lautstarke Hans-Dampf-in-Allen-Gassen-Sein des Verbandsobmanns absurd wirken und verlangt nach einer zielgerichteten, kundengerechten, marktorientierten Arbeit im Verband.
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    Wir haben nichts zu verschenken, aber enorm viel zu verlieren.

  2. der Professor
    der Professor

    Es wird erst noch schlechtere Zahlen brauchen, bis die alten Besen endlich mal neue Besen kehren lassen. Nur so lange wird die Bevölkerung nicht mehr zusehen. Zum Glück leben wir nicht mehr in einer Zeit, wo alles hinter verschlossenen Türen abgehandelt wurde und niemand was dazu sagen konnte oder durfte. Durch die heutigen Möglichkeiten durch das Internet, ist es zum Glück Jedem möglich, seine Meinung und Kritik anzubringen.
    Es mag der leichte Rückgang auch mit unserem heurigen Schneemangel zusammen hängen, jedoch die Wurzel des Übels liegt auch bei den “Verantwortlichen”. Wie lange da noch so weitergewurstelt wird???
    So lange man die Kuh melken kann wahrscheinlich und dann verlassen die Ratten das sinkende Schiff. Hoffentlich ändert sich aber vorher was, denn so kann es bei der OW oder TVB nicht weitergehen. Die Stimmen werden LAUTER und werden auch nicht mehr verstummen….ZUM GLÜCK!

  3. anton2009

    Vor nicht allzu langer Zeit war hier zu lesen, dass die Touristiker hoffen, das Dezember-Minus durch ein Nächtigungs-Plus im Jänner auszugleichen. Daraus wurde leider nichts – obwohl Großveranstaltungen wie “Dolomitenlauf” und “Interbancario” doch für einen Nächtigungsschub gesorgt haben! Ostern ist heuer spät, und so werden wir leider diesen Winter wahrscheinlich mit einem Minus abschließen. Kann es sein, dass die Winterkampagne zu spät angelaufen ist? Oder ist die OW doch nicht so gut, wie sie immer dargestellt wird? Und mit dem neuen, von auswärts zugekauften Werbestrategen mit Osttirol – der Ursprung Tirols, wird auch kein Staat zu machen sein! Holt endlich neue Besen aus dem Bezirk!