Huben als Hubschrauberstandort

Der kleine Matreier Ort könnte bald ein großes Rettungszentrum haben.

Vor kurzem fand in Matrei die Jahreshauptversammlung der örtlichen Rotkreuz-Stelle statt. Ortsstellenleiter Herwig Jesacher informierte dabei über die Einsatzzahlen und gab Auskunft über die absolvierten Übungen. Im Anschluss daran wurden mit  Johannes Dolzer, Roberto Gasser, Lukas Franzeskon, Bianca Preßlaber, Marlena Pirker und Katrin Polentz gleich sechs neue Rettungssanitäter angelobt.

Bei den Neuwahlen wurde Ortsstellenleiter Herwig Jesacher in seinem Amt bestätigt. Als seine Stellvertreter fungieren Heidi Wibmer und Alois Heinz. Hilda Hatzer wurde als Jugendgruppenleiterin bestimmt, Helene Köfler als Kassierin und Franz Riepler als Schriftführer.

Das war nicht weiter ausgewöhnlich. Aufhorchen ließ jedoch eine Aussage des Matreier Bürgermeisters Andreas Köll, wonach für Huben, aufgrund des am 1. Juli 2011 in Kraft getretenen Rettungsvertrages, sowohl ein boden- als auch ein luftgebundenes System geplant sei.

Laut Andreas Köll könnte Huben zum Standort für Rettungshubschrauber werden. Foto: Expa/Groder

Auf Nachfrage von „dolomitenstadt.at“ bei Rot-Kreuz Bezirksgeschäftsführer Andreas Stotter, wollte dieser das aber nicht bestätigen. „Das wurde zwar einmal von politischer Seite aus erwähnt, aber ob das kommen wird, entzieht sich meiner Kenntnis“, so Stotter.

Auch wie es mit der Anbindung der Bezirksleitstelle an die zentrale Leitstelle in der Innsbrucker Hunoldstraße weitergeht, ist derzeit noch offen. Zwar beteuerte Köll in der Aussendung des Roten Kreuzes, dass die Verhandlungen, betreffend der Eigenständigkeit des Osttiroler Roten Kreuzes und der Leitstelle, positiv verlaufen, doch offiziell wurde noch keine Einigung erzielt.

Stattdessen wurde der Termin für eine Anbindung an die Innsbrucker Leitstelle verschoben. „Da auf der politischen Ebene noch keine Einigkeit erzielt wurde, gab es noch keine Anbindung“, erklärt Andreas Stotter.

Ursprünglich hätte dies mit 27. April passieren sollen. Als neuer Termin steht nun der 31. Mai im Raum.

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3 Kommentare bisher

  1. Leonhard

    Ist doch ganz normal, dass die Einsätze auch bei der Rettung zentral koordiniert werden. War nur ein Eiertanz der Politiker Blanik, Köll und Hauser, sich dagegen zu wehren und die Medien wie auch dolomitenstadt.at haben ihnen geholfen, sich in Szene setzen zu können. Ob die Aufschaltung jetzt am 58. April oder am 45. Mai kommt, ist vollkommen wurscht. Hauptsache die Alarmierung und die Hilfe bei Notfällen funktioniert effizient.

  2. weissnix

    Wie lang wird die Bevölkerung noch mit dem Thema Leitstelle Osttirol genervt? Welchen Vorteil soll die Osttiroler Bevölkerung davon haben? Funktioniert es vielleicht bei Feuerwehr, Bergrettung, Flugrettung nicht einwandfrei??? Ist es vielleicht nur ein Machtspiel diverser hochrangiger RK Funktionäre ????

  3. luschi1

    Immer dieses leidige Thema Leitstelle Osttirol !!!!!!
    Ganz Tirol ( Feuerwehr,Flugrettung,Bergrettung und Rotes Kreuz-außer Osttirol ) wird schon alarmiert !!!!!!!