Firmenevents sollen Lifte auslasten

Personelle Aufstockung im Vertrieb – Alles beim Alten am Hochstein.

Klaus Hofstätter, Vorstandsdirektor der Lienzer Bergbahnen.

Klaus Hofstätter, seit Mai 2011 Vorstand der Lienzer Bergbahnen und in dieser Funktion Nachfolger von Andreas Kleinlercher, wollte dessen Entlastung bei der  kürzlich durchgeführten Generalversammlung wie erwartet nicht kommentieren: “Das ist Angelegenheit der Eigentümer und Aktionärsvertreter”. Der Jahresabschluss sei genehmigt worden, der Cash Flow positiv.

Das Bergbahnen-Geschäftsjahr geht von 1. Oktober bis 30. September. Der vergangene Winter wird also erst abgerechnet, er sei nur “marginal schlechter” gewesen als das Jahr zuvor, erklärt Hofstätter und führt das unter anderem auf die beiden Banken-Großveranstaltungen zurück, die den Bergbahnen zusätzliche Frequenzen brachten.

In Veranstaltungen dieser Art sieht der Bergbahnenchef Potenzial: “Ich seh das an den Erlösen. Wir haben eine Rennpiste und brauchen jemanden, der solche Events bringt.” Deshalb soll ein eigener Vertriebsmitarbeiter eingestellt werden, der das Lienzer Weltcup-Skigebiet als Austragungsort etwa für größere Firmenskirennen promotet. “Wir sind derzeit ein Zweieinhalb-Personen-Team, mich eingeschlossen. Die Schultzgruppe hat dagegen 23 Angestellte in der Marketingabteilung”.

Umsätze rückte der Manager nicht heraus, lediglich die “Ersteintritte” als relevante Frequenzkennzahl. Im Winter 2011/12 seien es ca. 160.000 gewesen, davon 20% auf dem Hochstein. Dessen zweite und dritte Sektion soll wie berichtet im Winter in Betrieb bleiben.

Rein technisch sei das auch noch zehn Jahre möglich und unter dem Strich auch wirtschaftlich, argumentiert Hofstätter: “Die oberen Sektionen im Winter abzudrehen würde zwar ca. 50% der Kosten sparen, aber auch das Produkt zerstören. Was soll ich dann noch unseren Kunden anbieten?” Für die Überwindung von lediglich 350 Höhenmeter der untersten Sektion sei niemand bereit, annähernd derzeitige Preise zu bezahlen.

Deshalb bleibt im Winter alles beim Alten, allerdings wird die Saison auf dem Hochstein kurz sein und vermutlich schon Ende Februar enden. Im Sommer soll die zweite Sektion auf Dauer geschlossen bleiben: “Darüber sind sich alle einig”.

Dringendstes Vorhaben der Bergbahnen ist die Errichtung eines weiteren Beschneiungsteiches auf dem Zettersfeld. Dafür gibt es einen breiten Eigentümerkonsens, “aber Finanzierungszusage habe ich noch keine”, erklärt Hofstätter.

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3 Kommentare bisher

  1. fb

    Ich hoffe, dieses Konzept ist mit TVBO und Stadt Lienz, sowie dem SCL abgesprochen, denn die werden da halt auch Arbeitsleistung und Zuschüsse leisten müssen. Ob man da glei ch eine neue Stabstelle, Mitarbeiter braucht, wage ich zu bezweifeln, da würde ich auf solche Agenturen zurückgreifen, die die Fussballtrainingscamps nach Lienz vermitteln.
    Generell: Unternehmen werden von Visionen “getrieben”, diese Visionäre sind in der Regel Unternehmer. Macht es sich da die Stadt und der TVBO nicht zu einfach, dies von einem Einzelvorstand zu fordern? Konzepte gehören gemeinsam entwickelt und dann von einem Vorstand umgesetzt, und dieser dann-Innovation für Die LB – vom Aufsichtsrat kontrolliert.

  2. Pepi Kreuzer Parkhotel Tristachersee
    Pepi Kreuzer Parkhotel Tristachersee

    Herrn Vorstand Hofstätter zu seinen Äußerungen über die Zukunft des Hochsteins!

    Was Sie noch alles für Ideen haben werden, nachdem Sie ja schon im vergangenen Winter „Coram Publico“ lauthals die Schließung der oberen Sektionen der Hochsteinbahnen für die Zukunft verbreitet haben. Unsere Gäste und Einheimischen sind dadurch schwer verunsichert worden. Entsprechende Diskussionen konnte man an allen Ecken und Enden dieser schönen Stadt hören. Und dies für eines der schönsten Skigebiete Österreichs dem Lienzer Hochstein.
    Diese Aussagen haben dem Lienzer Winterbetrieb sicher mehr geschadet als genützt.
    Nunmehr konfrontieren Sie das Publikum mit der nächsten schwachen Welle aus Ihrem Ideenkasten. Wieder nicht´s Zielführendes dabei, lauter Vermutungen und „Blah blah“. Wie Sie Ihre Frequenzsteigerungen kolportieren muss man Angst haben, dass irgendwann niemand mehr weiß für was die Aufstiegshilfen überhaupt geschaffen sind. Dies muss ich Ihnen ja hoffentlich nicht erklären. Eine schwere Behinderung ist bereits mit dieser Rodelbahn beziehungsweise mit doppelgleisigen Aufstiegshilfen wie Sessel- und Gondelbahn nebeneinander geschaffen.
    Lieber Herr Hofstätter denken Sie lieber an die Komplettierung der gesamten Anlagen laut nach und schmeißen Sie die Krücken, die nichts bringen werden einfach weg. Eine weitere Empfehlung wäre die restlose Aufklärung der exorbitanten Überziehungen der ersten Sektion durch Ihren Vorgänger und dessen Protagonisten. Ich bin sicher, dass diese inzwischen viel diskutierte Entlastung vornehmlich durch den TVBO (Herrn Frömel) jeder Rechtmäßigkeit entbehrt.
    Unter den Motto: Ohne Wahrheit, keine Zukunft!
    Mehr Sicherheit in den Fakten: Ihre Unsicherheit haben Sie uns in der letzten Zeit durch Ihre differenzierten Statements in der Öffentlichkeit längst bewiesen.

    Pepi Kreuzer AR

  3. 42na95

    “Klaus Hofstätter: ‘Die oberen Sektionen im Winter abzudrehen würde zwar ca. 50% der Kosten sparen, aber auch das Produkt zerstören. Was soll ich dann noch unseren Kunden anbieten?’
    Für die Überwindung von lediglich 350 Höhenmeter der untersten Sektion sei niemand bereit, annähernd derzeitige Preise zu bezahlen.”

    Für diese umwerfende Erkenntnis brauchte es ca. 5 Monate ? Respekt !!!
    Mein Milchmädchen wäre da wesentlich schneller gewesen. Der hätte gesunder Menschverstand dafür ausgereicht.

    Viva la Hochstein !!!