Mehr Geld für die Bauern der Nationalparkregion

Nach zehn Jahren sollen die Förderungen um 40.000 Euro aufgestockt werden.

Für die traditionelle Bauweise gibt es bald mehr Geld vom Nationalpark. Foto: Zlöbl

Die Landwirte im Gebiet des Nationalparks Hohe Tauern können sich freuen, denn die Fördergelder für den Schutz und Erhalt der Kulturlandschaft sollen angehoben werden. „Nachdem diese seit zehn Jahren gleich hoch sind, ist es durchaus gerechtfertigt, diese anzupassen“, betonte Bezirkshauptfrau Olga Reisner, die in Vertretung von LH-Stv. Hannes Gschwentner die Kuratoriumssitzung des Nationalparks in St. Jakob im Defereggental leitete.

Bereits im Vorfeld einigten sich die Grundbesitzervertreter und Nationalparkdirektor Hermann Stotter über die Höhe der Anhebung. Das gesamte Förderungspaketes soll insgesamt um rund 40.000 Euro aufgestockt werden. „Das soll einen zusätzlichen Anreiz in die Region bringen, verstärkt auf traditionellen Bauweisen zu setzen“, erklärt Reisner.

Doch nicht nur die vermehrte Verwendung von Schindeln beim Decken von Dächern und das Bauen von Stangenzäunen soll besser entschädigt werden, sondern auch die Viehauftriebsprämie wird angepasst. „Wenn man die Inflation mit einrechnet, ist das legitim“, so die Bezirkshauptfrau.

Pro Kuh auf der Alm soll es künftig zwei Euro mehr geben.

Laut Thomas Steiner, Gebietsleiter für die Förderung der Kulturlandschaft im Nationalpark Hohe Tauern, würde sich die Auftriebsprämie pro Großvieheinheit von bisher 26 Euro auf 28 Euro erhöhen. „Bei einer Großvieheinheit handelt es sich um eine Kuh, oder beispielsweise sieben Schafe“, erklärt Steiner.

Wann die Erhöhung greift, ist noch unklar, da man aufgrund des Fehlens von Gschwentner nicht beschlussfähig war. Somit hatte die Sitzung dann auch nur informellen Charakter. „Der Vorschlag muss erst noch mittels Umlaufbeschluss abgesegnet werden“, begründete Nationalparkdirektor Stotter die Verzögerung. Reisner ist sich jedoch sicher, dass Gschwentner die angedachten Vorschläge zu „99% absegnen wird“.

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