Pedit zeigt Mosbacher in Kitzbühel

Lienzer Galerist lädt in der Gamsstadt zur zweiten Vernissage.

Anfang Dezember hat der Lienzer Galerist Gaudens Pedit mit einem „Warm Up“ seine neue Galerie in Kitzbühel, Untere Gänsbachgasse 9, eröffnet. Jetzt legt er nach und zeigt ab 5. Jänner Werke von Alois Mosbacher. Die Vernissage findet am 4. Jänner ab 19.00 Uhr statt. Der Künstler ist anwesend und wird von Kunsthistoriker Günther Moschig vorgestellt.

In den 1980er Jahren zählten die Bilder des 1954 in Strallegg in der Steiermark geborenen Alois Mosbacher zur international verbreiteten Richtung der neuen heftigen Malerei. Die expressive Handschrift Mosbachers jener Jahre hat sich im Laufe der Jahre gemäßigt, doch blieb das Interesse an Landschaftsmalerei und ihrer Durchbrechung ins Irrationale aufrecht. Mosbacher malt z.T. nach digitalen Bildern, die u.a. nach ausführlichen Recherchen aus dem Internet stammen. Er verlagert Einzelmotive in Waldlandschaften, arrangiert mehrere Bilder zu einem und lotet damit die Malerei auf ihre erzählerischen Formen hin aus.

Das Unheimliche, die Rolle von Außenseitern und das Aufzeigen von utopischen Modellen bzw. Gegenweltmodellen zur existierenden Gesellschaft bestimmen im Wesentlichen die Inhalte der Bilder. So haben Müllhalden oder städtische Walker, die in den Wald verlagert werden bzw. Szenerien, die sich von Fotografien von Paintballspielen ableiten, sozialpolitische Gedanken zum Gegenstand, sind allerdings nach Mosbacher nicht moralisch wertend zu verstehen.

Neben Ausstellungen in bedeutenden Museen für Gegenwartskunst in Österreich (u.a.mumok/Wien, Lentos/Linz, Neue Galerie am Landesmuseum/Graz) waren Arbeiten von Alois Mosbacher bislang auch in Los Angeles, Paris, Zürich, New York, Berlin, Madrid und Japan zu sehen.

Die Galerie Pedit in Kitzbühel.
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