Mattle legt VP-Landesliste ohne Überraschungen vor

Ledl-Rossmann, Mainusch, Kircher, Gerber und Leja auf den Plätzen. Bezirksliste Osttirol ist ebenfalls fix.

36 Abgeordnetensitze hat der Tiroler Landtag, 17 davon besetzt aktuell die ÖVP. Glaubt man den Umfragen, könnten es künftig einige Sitze weniger sein. Vor diesem Hintergrund ist spannend, wen der neue starke Mann in der Tiroler ÖVP auf sicheren Plätzen um sich schart. Heute hat Anton Mattle diese Liste präsentiert, mit wenigen bis gar keinen Überraschungen. Da sich die ÖVP auf ein Reißverschlusssystem festgelegt hat, muss auf einen männlichen Kandidaten eine Kandidatin folgen. Nummer 2 hinter Mattle ist Landtagspräsidentin Sonja Ledl-Rossmann.

Unter den von VP-Landesparteichef Anton Mattle (links) für die sicheren Plätze Auserwählten befindet sich auch Touristiker Mario Gerber. Foto: ÖVP/Fischler

Dann folgen AAB-Obmann Dominik Mainusch, Landtagsvizepräsidentin Sophia Kircher, Touristiker Mario Gerber und Gesundheitslandesrätin Annette Leja. Damit sind sechs ÖVP-Plätze im Landesparlament gesetzt. Die ÖVP muss zudem noch einige prominente Spitzenkandidaten aus den Bezirken in den Landtag bringen, darunter Josef Geisler (Platz eins in Schwaz), Johannes Tratter (Platz eins in Innsbruck-Land) und Jakob Wolf (Platz eins im Bezirk Imst).

In Osttirol ist Martin Mayerl die alte und neue Nummer eins der ÖVP, er wird wohl wieder in den Landtag einziehen, vermutlich als einziger ÖVPler aus Osttirol, denn ob den Sessel von Hermann Kuenz – er saß auf einem Landesmandat – wieder der Bezirk Lienz bekommt, ist mehr als ungewiss. Seit heute ist auch klar, wie die ÖVP-Bezirksliste hinter Mayerl aussieht. Ein zweites Bezirksmandat wird sich nicht ausgehen, dieses Ranking ist also rein symbolisch. Auf Platz zwei folgt die HLW-Lehrerin Carmen Kurzthaler, dann kommt der Villgrater Christof Schett vor Inge Hanser, Barbara Preßlaber und – erst auf Platz sechs – Markus Stotter, immerhin stellvertretender Parteiobmann der Tiroler ÖVP. Osttirol ist damit zumindest demografisch herausragend platziert: Barbara Presslaber ist mit 21 Jahren die jüngste, Ingeborg Hanser mit 74 Jahren die älteste Kandidatin der Tiroler Volkspartei.

Alle Bezirkslisten der ÖVP

Gerhard Pirkner ist Herausgeber und Chefredakteur von „Dolomitenstadt“. Der promovierte Politologe und Kommunikationswissenschafter arbeitete Jahrzehnte als Kommunikationsberater in Salzburg, Wien und München, bevor er mit seiner Familie im Jahr 2000 nach Lienz zurückkehrte und dort 2010 „Dolomitenstadt“ ins Leben rief.

7 Postings

hunter

Für Osttirol sehe ich wohl schwarz ... Mayerl, ob der in Innsbruck sitzt oder nicht fällt niemanden auf

 
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    Ceterum censeo

    @hunter: Es gibt, außer der Stimme für einen "Nebenbei-Abgeordneten" mit drei (!) Ämtern, auch noch andersfärbige Alternativen. Die Chance auf Erneuerung wurde vertan. Meine Antwort darauf folgt am 25.9.22 oder schon vorher per Briefwahl. Im Übrigen überlege ich mir noch, als unabhängiger Wahlhhelfer einzuspringen. Wenns sonst keiner macht!

     
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      Gamsbock

      Wahlhelfer sind doch immer unabhängig.

       
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      senf

      @gamsbock:

      Landtagswahlordnung - § 8 Abs. 8: Die Beisitzer und die Ersatzbeisitzer haben vor dem Antritt ihres Amtes gegenüber dem Vorsitzenden strenge Unparteilichkeit und die gewissenhafte Erfüllung ihrer Amtspflichten zu geloben.

      zwischen unparteilichkeit und unabhängigkeit dürfte doch ein kleiner ein unterschied bestehen :-)

       
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steinbeisserei

Nachdem schon Platter und Kuenz sowie andere aus Angst vor der Blamage der sich abzuzeichnenden Wahlschlappe aus dem Staub machten wird die OEVP bei der Wahl so abstuerzen wie ein Eurofighter ohne Kerosin....

 
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    Gamsbock

    Absturz war schon öfters vorausgesagt. Gekommen ist es ganz anders. Ich glaube, es wird diesmal mangels Alternative auch so sein. Ich wähle die Partei der Mitte mit wirtschaftlicher und ökologischer Kompetenz.

     
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oha

Wer soll diese Listen (Land und Bezirk) wählen? Da fallen mir nur die bäuerliche Bevölkerungen und die Urschwarzen ein, die nichts anderes als die ÖVP kennen.

 
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