INK Fest 2026: Maraskino irritiert mit Contemporary Porn Pop

Das INK Fest ist ein Kunst- und Kulturfestival mit Schwerpunkt Inklusion. Es findet vom 16. bis 19. Juli in Lienz statt. Bei barrierefreiem und auf freiwilligen Spenden basiertem Zugang werden das Bildungshaus Osttirol, der MCI Campus und das Kolpinghaus Lienz mit einem vielfältigen Programm bespielt.


Maraskino ist nicht nur Band, sondern Performance-Art-Trio mit der Mission zu irritieren. In schillernden Farben, extravaganten Outfits, High Heels und Kokosduft werden traditionelle Vorstellungen von Männlichkeit gebrochen und befreiend anstößige Bilder ungeniert in den Mainstream befördert. Die Abgründe eingefleischter Rollenbilder und sexistischer Gefüge werden über Texte, Outfits und Darstellung thematisiert, persifliert und aufgearbeitet.

Maraskino will mit ihren Auftritten traditionelle Vorstellungen von Männlichkeit brechen. Foto: Tiana Wirth/Dominik Plainer

Musikalisch werden Genres gebrochen, vermischt und neu geordnet: Hörspiel trifft auf Clubtracks, Postkartenpop folgt auf Nonsens-Balladen, Happy Hardcore wird zu Soundtrack. Maraskino knüpft an die Arbeit von Künstler:innen vieler Generationen an, die sich nicht straight positionieren wollen und honoriert diese.

Contemporary Porn Pop: "never stop dancing auf dem Weg zum rosa Horizont"

Maraskino führt künstlerische Traditionen des Brechens von Gender- und Sexualitätsnormen fort und etabliert ein neues Genre: Contemporary Porn Pop. „Contemporary“ wie das Jetzt mit all seinen Ärgernissen, Möglichkeiten und dem Wunsch nach eskapistischer Extravaganz. „Porn“ wie klebrig, überdreht, verzerrt und „Pop“ wie verdaulich und amüsant. Das Motto der drei Charaktere Melody Maraskino, Roy Prince Happy und Nancy Nuclear: never stop dancing auf dem Weg zum rosa Horizont!