Kuratorenführung mit Ursula Marinelli zu „Körperbilder. Hans Pontiller“

Nur noch wenige Wochen werden die faszinierenden Arbeiten des Tiroler Künstlers Hans Pontiller auf Schloss Bruck zu sehen sein. Zum Abschluss des Sommers bietet das Museum die Möglichkeit, die Ausstellung mit der Kuratorin Dr. Ursula Marinelli auf eine besondere Weise zu erfahren.

„Körperbilder“, so lautet der Titel der Werkschau im Westtrakt. Und beinahe ist es wie ein „Heimkommen“ für den Tiroler Künstler Hans Pontiller und sein Werk. Pontiller ist in Jenbach geboren, stammt jedoch aus jener Dölsacher Familie, die seit dem 17. Jahrhundert in Osttirol nachweisbar ist. Sein Vater ließ sich in Nordtirol nieder und ebnete seinem Sohn zunächst den Weg ins Handwerk in Form einer Kunsttischlerlehre. Dass dies aber nicht sein Leben sein wird, war für den jungen Hans schon früh klar. „Mein Drang, Bildhauer zu werden und nicht nur handwerklicher Schnitzer, wurde der Inbegriff meines Lebens, und danach strebte ich mit all meinen Fasern“, notierte er in seinen Lebenserinnerungen. Seine Ausbildung führte ihn nach Wien, zurück in Tirol wurde er zum Lehrer vieler namhafter Künstler, etwa von Oswald Oberhuber, Rudi Wach oder auch Gottfried Fuetsch.

Foto: Museum Schloss Bruck / Wolfgang C. Retter

Pontiller selbst beschäftigte sich Zeit seines Lebens mit aktuellen Strömungen in der Kunst, setzte sich dabei auch mit Künstlerkollegen auseinander, wie seine Freundschaften zu Max Weiler, Ernst Nepo oder Tony Angerer zeigen. So finden Skizzen von Weiler auch Eingang in die von der Matreier Kunsthistorikerin Ursula Marinelli gestaltenten Schau. „Im Fokus seines bildhauerischen Werkes steht immer der menschliche Körper mit all seinen Ausdrucksformen –Körperbilder, die sich immer wieder wandelten“, so die Kuratorin. „Einmal eine Form gefunden stellte er diese häufig in mehreren Versionen her.“

Am Sonntag, 31. August 2025, führt die Kuratorin selbst um 11.00 Uhr durch die Ausstellung und gibt vertiefende Einblicke auf das Werk Pontillers frei. Um Voranmeldung unter museum@stadt-lienz.at wird gebeten.

Einblicke in die Ausstellung, Foto: Museum Schloss Bruck / Wolfgang C. Retter