In Lienz müsste man sein und ein Hund. Lesung anlässlich der Demokratiewoche des Bündnisses 25 am Mittwoch, 21. Oktober 2026, 19.00 Uhr im Bildungshaus Osttirol. Oswald Kollreider liest Texte aus dem Gesamtwerk von Johannes E. Trojer und spielt ländliche Miniaturen für Tenorhorn. Keine Anmeldung erforderlich, freiwillige Spenden erbeten.
Johann Trojer (1935 bis 1991, Außervillgraten) thematisiert bereits in den 1960/70er Jahren Tabuthemen wie Antisemitismus in Osttirol, den herausfordernden Umgang mit der NS-Vergangenheit und das hybride Tirolertum. Als Feldforscher, Ethnologe, Historiker, Dichter und Journalist gilt sein Blick dem eigenen Tal, der Region Osttirol. Schicht für Schicht legt er frei, kratzt an der Idylle, den etablierten Autoritäten und Strukturen. Akribisch dokumentiert und kommentiert er Geschichte und Gesellschaft seiner Lebenswelt. Mit einer widerborstigen Sprache schreibt er über die örtlichen Verhältnisse und gegen das Vergessen. Der Nachlass von Trojer liegt im Brenner Archiv in Innsbruck.