Vortrag: „Faszination Trockensteinmauer“

Das Handwerk des Trockensteinmauerns zählt zu den natürlichsten, nachhaltigsten und – erstaunlicherweise – dauerhaftesten Bautechniken der Menschen. Es wird seit über 7000 Jahren praktiziert und ist immaterielles UNESCO-Kulturerbe. Auf den Almen im Nationalpark Hohe Tauern findet man noch zahlreiche Trockensteinmauern als Weide- und Feldbegrenzung, welche heutzutage nur noch selten errichtet werden. Arbeitsintensiv, aber kostengünstig herzustellen, entpuppen sich diese stabiler als Beton und gleichzeitig als ästhetische Biodiversitäts-Hotspots: in den Ritzen des Mauerwerkes tummeln sich unzählige Tiere und gedeihen besonders angepasste Pflanzenarten. Ein Abendvortrag von Andreas Rauchegger (Kulturhistoriker) und Rainer Vogler (Trockensteinmauer-Schule Österreich) über ihre Bedeutung für Natur, Kultur und Landwirtschaft möchte das Bewusstsein für dieses wertvolle Kulturgut schärfen, im Besonderen auch für die lokale Bevölkerung. Am Freitag, 22. Mai 2026 um 18.00 Uhr im Gemeindesaal St. Jakob im Defereggental. Der Eintritt ist frei.

Foto: Nationalpark Akademie / Kristina Eder