Matrei schenkt dem Herrgott eine Stimmgabel

Am Wochenende feiert der MGV Matrei das neue Gipfelkreuz am Rotenkogel.

Der Männergesangsverein Matrei zählt seit Jahrzehnten zum festen Bestandteil der musikalischen Kulturszene der Tauerngemeinde. Neben zahlreichen Auftritten in der Heimat, sangen die „schneidigen Manda“ des MGV auch in Holland, Deutschland und Italien sowie auf der griechischen Insel Kreta und in Australien.

Nun setzen die Sangesbrüder einen weiteren Meilenstein, denn nachdem sie am höchsten Punkt des Rotenkogel (2.762 m) in Matrei ein Gipfelkreuz errichtet haben, werden sie dieses am Samstag, 30. Juni, und Sonntag, 1. Juli, feierlich hochleben lassen.

Am Samstag kann man um 7.30 Uhr mit dem Lift von Kals oder von Matrei bis zu den jeweiligen Bergstationen auffahren.  Um 10.15 Uhr erfolgt dann die Gipfelmesse und Kreuzeinweihung am Rotenkogel mit mehreren Bläsergruppen.

Der MGV Matrei lädt am Samstag und Sonntag zur Einweihung des neuen Kreuzes am Rotenkogel ein.

Danach beginnt um 13 Uhr der offizielle Festakt „Gipfelkreuz Rotenkogel“ auf der Adlerlounge, ehe um 14 Uhr die Musikkapelle Matrei am Goldriedsee ein Freiluftkonzert gibt. Bis 17.30 Uhr fahren dann die Lifte wieder ins Tal, wo um 20 Uhr beim Panzlwirt in Matrei die „Gungl-Musik“ für Tanz und Unterhaltung sorgt.

Am Sonntag fahren die Bergbahnen um 9 Uhr zu den Bergstationen, wo um 10.30 Uhr die Chöre vorgestellt werden, die ab 11.30 Uhr am 1. Matreier Bergkranzlsingen teilnehmen.

Auch dies geschieht wieder zu Ehren des neuen Kreuzes, dass der Matreier Unternehmer Alois Unterrainer geschmiedet hat und das sowohl das christliche Zeichen, als auch, passend zum Chorgesang, eine Stimmgabel symbolisiert. „Die, durch das Schmiedefeuer verzunderte schwarze Oberfläche färbt sich im Lauf der Zeit rostig, wodurch das Kreuz möglichst eins mit der Landschaft wird“, erklärt Unterrainer.

Dadurch steht das Kreuz nicht als „Fremdkörper“ am Berg, sondern „wächst“ stattdessen, ohne Verankerung durch Seile, frei aus dem Boden heraus. Zudem verjüngen sich die Kreuzenden nach oben hin fließend ins Unendliche, was ein Symbol für die Freiheit des Menschen und die Unendlichkeit Gottes sein soll.

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