Vernissage von Ruprechter in Wien

„Korrespondenzen“: Die Ausstellung feierte am 8.9. ihre fulminante Eröffnung in Wien.

„Susanne Angerholzer, die Frau des Chilenischen Botschafters, schlug mir vor einem Jahr die Zusammenarbeit mit dem Schmuckkünstler Florian Wagner vor“, berichtet Fritz Ruprechter. Denn zu Chile hat der Matreier Künstler eine besondere Verbindung. Vor zwei Jahren verbrachte er dort vier Monate, und eine Auswahl seiner Arbeiten wurde im renommierten Museum für Zeitgenössische Kunst in Santiago de Chile gezeigt. Daher findet sich auch ein Bezug zur Chilenischen Stadt Valparaíso in zwei seiner ausgestellten Werke.

„Die beiden großen Lackbilder nehmen Bezug darauf, dass die Menschen in Valparaíso durch lange Zeit hindurch ihre Häuser mit Lack wie ihre Boote gestrichen haben“, erklärt Angerholzer. Das Glasbild im Zentrum der Ausstellung hingegen verweist auf die nächste Destination in Ruprechters künstlerischem Leben. Es ist eine Hommage an das Werk „Sudden Shower At Atake Bridge“ des japanischen Holzschnittkünstlers Ando Hiroshige. „In drei Tagen fliege ich nach Tokio,“ berichtet Ruprechter, „denn am 1. Oktober wird dort in der Galerie HANA die Ausstellung einiger meiner Werke eröffnet.“

Die Ausstellung „Korrespondenzen“ in Florian Wagners Atelier läuft vorerst noch bis Samstag. „Vermutlich kann man sie sich aber noch ein bisschen länger anschauen“, fügt Ruprechter mit einem Augenzwinkern hinzu – denn das Interesse ist groß. Auch wenn Initiatorin Susanne Angerholzer dieses Projekt heute „ein gewagtes Unternehmen“ nennt, da „auf den ersten Blick die beiden Bereiche Bilder und Schmuck nicht automatisch miteinander“ korrespondieren. Trotzdem gelang sie, die Korrespondenz. Und so kreierte Florian Wagner in Anlehnung auf die bereits bestehenden Gemälde von Fritz Ruprechter seine Schmuckstücke, löste aus den Bildern geometrische Formen heraus und ordnete sie als Schmuckstücke neu an.

Auch tauchen Linien und Flächen der Bilder im Schmuck neu auf, und die Wahl und die Kombination der verwendeten Steine in den Schmuckstücken zitieren deren Farbgebung. „Dem Titel „Korrespondenzen“ wird heute aber nicht nur durch den Schmuck, sondern auch durch die Musik Rechnung getragen“, ist Angerholzer stolz, über diesen Abend zu berichten. Denn die Darbietung des bekannten Jazzpianisten und Komponisten Oskar Aichinger, der inspiriert von Ruprechters Glasbild ein Stück komponierte, bildete schließlich den perfekten Auftakt dieser Ausstellung.

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