Erstes Semester in Wien – und andere Tücken…

Für Osttirols StudentInnen brechen die letzten freien Tage an.

Unter die „alten Hasen“ mengen sich auch dieses Jahr wieder viele „Frischlinge“, die von Wien bis Innsbruck, von Klagenfurt bis Graz ihr Studienglück suchen.Innsbruck und Graz sind für Osttiroler die bevorzugten Studienorte, aber jedes Jahr wagen sich auch einige nach Wien. So auch Lisa Schieder, der die Entscheidung nach Wien zu gehen, nicht schwer gefallen ist: „Das war von Anfang an klar! Ich wollte etwas anderes, etwas Neues ausprobieren. Und Innsbruck ist doch nur wie Lienz, halt ein bisschen größer,“ ist sie sich sicher. An ihrem Entschluss lässt sie auch nicht zweifeln, dass ihr Freund in den nächsten 14 Monaten in Innsbruck bei der Militärmusik sein wird: „Wir werden pendeln, so viel ist sicher.“

Jedes erfolgreiche Studium beginnt im Kaffeehaus. Lisa Schieder vor dem legendären "Hawelka".

Dass aber aller Anfang schwer ist, musste auch Lisa erfahren. „Wo soll ich anfangen?“ lacht sie, wenn sie an ihre ersten Erlebnisse in Wien denkt. Alleine die Wohnungssuche in Wien hat drei Monate gedauert. WC am Gang, keine Fußböden oder andere Überraschungen waren dabei an der Tagesordnung. Die 37-Quadratmeter-Wohnung, in die Lisa Anfang September eingezogen ist, erwies sich somit als Glücksgriff. Nur an das Alleinsein hat sie sich noch nicht ganz gewöhnt und so gehen ihr Mama und Bruder Lukas doch ein bisschen ab: „Allein wohnen hat viele Vorteile und gehört zum neuen Lebensabschnitt dazu. Aber wenn man mit jemanden reden will, ist niemand da,“ räumt Lisa ein. Sobald die Uni anfängt, werde sie sich schon daran gewöhnen, ist sie sich sicher.

Apropos Uni: Inskribiert ist die 19-Jährige für Pharmazie, auch wenn sie ursprünglich Medizin studieren wollte. Mit 8000 anderen versuchte sie ihr Glück bei der Aufnahmeprüfung für die Medizinische Universität. „Die Prüfung war echt hart,“ gibt sie zu, „Bei dieser Menge und nur 500 Studenten, die aufgenommen werden, habe ich meine Chancen von Anfang an gering geschätzt.“ Plan B, das Pharmaziestudium, stand deshalb bereits davor fest. Dort ging die Anmeldung einfacher: Zuerst online registrieren, dann persönlich an der Universität einschreiben. Ein frühes Inskribieren ist dabei auf jeden Fall ratsam, um sich lange Schlangen und noch längere Wartezeiten bei der Studienzulassungsstelle zu ersparen. „Bei mir waren es im August vielleicht 30 Leute. Aber als ich mir im September mein „Willkommensgeschenk“, eine Stofftasche mit Infomaterial, abgeholt habe, herrschte absolutes Chaos,“ weiß Lisa. Nur für welche Vorlesungen sie sich im ersten Semester anmelden muss, ist sie sich noch nicht so sicher. Für Abhilfe sorgt, so hofft sie, die Einführungsveranstaltung am 1. Oktober. Wenn sie sich auf dem Weg dorthin nicht wieder verfährt, denn das mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln ist für so ein „Landei doch ein bisschen kompliziert“. Aber das ist eine andere Geschichte!

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