Giro d’Italia 2011 wieder in Osttirol

Franz Theurl lud die Presse zum Wiener Italiener. 

Von links: Astrid Trojer-Pirker, Franz Theurl, Josef Margreiter und Giro-Direktor Angelo Zomegnan. Fotos: Elisabeth Stöckl.

Im italienischen Restaurant „Al Borgo“ in Wien traf das Etappenkomitee um Theurl, Josef Margreiter, Geschäftsführer der Tirol Werbung, Dr. Christian Heu, Generaldirektor der Großglockner Hochalpenstraße, und Giro-Direktor Angelo Zomegnan am Freitag, 29. Oktober, auf die Vertreter der österreichischen Presse. Diesen konnte nicht ohne Stolz berichtet werden, dass trotz denkwürdigen Datums – 2011 feiert Italien 150 Jahre Wiedervereinigung – der Giro den Stiefel verlassen wird und seine 13. und 14. Etappe über Osttirol führen sollen. Wäre die Verbundenheit mit Tirol nicht so groß, so gibt Zomegnan zu, wäre dies freilich nicht möglich.

16 Mal gastierte der Giro d’Italia bereits in Österreich, und schon beim ersten Mal im Jahr 1971 wurde durch Osttirol geradelt. Kein Wunder also, dass Zomegnan Österreich als die 21. Region Italiens in Bezug auf den Radsport sieht. „Zwar klingen die 100 Kilometer in Österreich im Vergleich zu den 3500 Gesamtkilometern des Giro d’Italia wenig,“ räumt er ein, „aber da gerade dieses Teilstück zu einer Vorentscheidung führen kann, ist es ein wichtiger Abschnitt im Rennen.“ Daher wird man, wenn am 20. Mai 2011 die 13. Etappe in Spilimbergo/Belluno startet und über den Plöckenpass zum Großglockner führt, mit Attacken der Bergspezialisten rechnen müssen. Aber auch der nächste Tag kann entscheidend werden. Nach dem Start in Lienz geht es über das Pustertal wieder zurück nach Italien, wo auf die Athleten der gefürchtete Monte Zoncolan wartet.

20.000 Kilometer legte Theurl nach eigenen Angaben in den letzten Jahren zurück, um den Giro nach Tirol zu holen. „Osttirol zeichnet sich durch eine große Begeisterung für den Radsport aus, aber dank des Giro d’Italia konnten wir als Region außerdem kommerzielle Erfolge verbuchen,“ freut er sich über einen Anstieg italienischer Gäste um rund 40 Prozent in den vergangenen Jahren. Auch nächstes Jahr wird die Ausstrahlung des Giro auf fünf Kontinenten und in insgesamt 164 Ländern rund 350 Millionen Zuschauer pro Tag erreichen.

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