Herbergsuche in Schlaiten: Wer klopfet an?

In einigen Osttiroler Landgemeinden hat sich ein alter Brauch erhalten.

Beharrlich aber ohne Erfolg eine Herberge zu suchen – diese biblische Geschichte um Maria und Josef ist Vorlage für einen Brauch, den es vor Weihnachten in vielen Gemeinden des Bezirkes gibt.

Wir haben die Herbergsucher in Schlaiten begleitet. Dort organisiert Erika Plattner die brauchtümliche Wanderung von Haus zu Haus. Acht Kinder bringen das Marienbild, genau neun Tage sind sie auf dem Weg. in der Heiligen Nacht am 24. Dezember erreichen sie schließlich ihr Ziel, die Kirche von Schlaiten.

Unter dem Jahr hängt das Bild der Muttergottes im Pfarrvidum, es ist noch immer das selbe, mit dem Altpfarrer Anton Kraler in den sechziger Jahren die brauchtümliche Wanderung erstmals inszenierte.

Nicht alle sperren die Türen auf, weiß Erika Plattner, ganz wie in der biblischen Vorlage. Bei Familie Steiner, wo unsere Bilder entstanden, warteten mehrere Generationen auf die Ankunft der Kinder und das alte Lied der Herbergsucher: „Wer klopfet an?“

In Schlaiten bringen Kinder das Marienbild, das neun Tage lang auf dem Weg durch's Dorf ist.
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