Riesiger Goldring als Landmark für Aguntum

Diverse Maßnahmen sollen Besucher anlocken und besser führen.

Leo Gomig und das neue Leitsystem durch Aguntum. Foto: Brunner Images

Vor einigen Monaten lud der Verein „Curatorium Pro Agunto“ eine Handvoll Architekten zu einem Wettbewerb für ein neues Besucherleitsystem ein. Als Gesamtbudget für alle Baulichkeiten und Honorare waren rund 200.000 Euro vorgegeben.

Unterschiedliche Maßnahmen auf den Anfahrtswegen zur historischen Römerstadt und im Gelände der Grabungsstätte selbst sollten einerseits mehr Menschen für die Ausgrabungmen begeistern und andererseits bessere Orientierung bieten.

Zugleich mussten Barrieren etwa für Rollstuhlfahrer oder Kinderwägen entschärft und Zusatzinfos in die Beschilderung der Römerstadt integriert werden. Sieger des Wettbewerbs und für das neue Leitsystem verantwortlich ist das Architekurbüro Jungmann aus Lienz.

Der Großteil der Maßnahmen im Gelände ist mittlerweile umgesetzt und wurde am 4. August von Vereinsobmann Leo Gomig der Öffentlichkeit präsentiert. 19 neue, nummerierte Hinweistafeln aus Stahl sorgen gemeinsam mit einem praktischen Stadtplan für Ortientierung und vertiefende Information. Der Stadtplan kann gewendet werden und zeigt so zugleich das Damals und Heute.

Mit einem Bigprint an der Südseite des Vorplatzes und einer Infostele soll mancher zufällige Autopassant zu einem Blick ins Museum motiviert werden. Noch nicht realisiert ist die spektakulärste der geplanten Maßnahmen, ein goldener Ring mit 15 Metern Durchmesser, der die Aguntum-Straßenbrücke umschließt und kilometerweit sichtbar zur „Landmark“ für diesen historischen Ort werden könnte. Gomig zweifelt zwar daran, dass die Landesbaudirektion das spektakuläre Metallteil genehmigt, hofft aber auf dessen Realisierung und entsprechende Signalwirkung.

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