HS Lienz Nord startet mit „Neuer Mittelschule“

Pilotprojekt in Osttirol nimmt österreichweite Umstellung bis 2015 vorweg.

Direktor Hans Lugger, HS Lienz Nord (links) und der scheidende Bezirksschulinspektor Horst Hafele.

Hans Lugger wünschte sich schon vor vier Jahren eine „Neue Mittelschule“ und scheiterte am Widerstand der LehrerInnen. Jetzt testete der Direktor der HS Lienz Nord erneut die Bereitschaft seines Kollegiums und der Eltern. Mit Erfolg. Es gab mehr als zwei Drittel Zustimmung von beiden Seiten.

Also wurde der Schulversuch „Neue Mittelschule“ beim Unterrichtsministerium eingereicht. Osttirol soll bereits ab dem kommenden Schuljahr eine Pilothauptschule erhalten. 2015 werden alle Hauptschulen in den neuen Modus übergeführt.

Die Chancen für eine Bewilligung für drei drei Klassen stünden gut, erklärte Lugger gemeinsam mit dem scheidenden Bezirksschulinspektor Horst Hafele bei einem Pressegespräch.

Bereits in diesem Schuljahr ist die „Hauptschule NEU“ in den ersten Klassen der HS Lienz-Nord Realität, quasi eine Vorstufe zur neuen Mittelschule. Diese Klassen profitieren von der Aufwertung durch ein erweitertes pädagogisches Konzept, mehr Förderstunden und dem Wegfall der dritten Leistungsgruppe in den Hauptfächern.

Mit der „Neuen Mittelschule“ wird die Leistungsgruppen-Einteilung in den Hauptfächern dann gänzlich gestrichen. Zwei PädagogInnen werden die Schüler gemeinsam in einer Klasse in Deutsch, Englisch und Mathematik unterrichten, um besser auf leistungsfähigere oder schwächere Kinder eingehen zu können. Mehrere Stunden pro Woche sind zusätzlich für individuelle Förderung und Forderung der Kinder vorgesehen. Der Lehrplan ist dem des Gymnasiums angeglichen.

Die zusätzlichen Unterrichtsstunden werden an einen Lehrer/eine Lehrerin einer höheren Schule  – Kooperationsschulen sind BG/BRG Lienz und HLW – vergeben, der/die vom Bund bezahlt wird.

„Nachdem an der Neuen Mittelschule E-Learning-Maßnahmen verstärkt zum Einsatz kommen, muss die Infrastruktur in der HS Lienz-Nord deutlich verbessert werden“, gibt Horst Hafele zu bedenken. Die Kosten für die Adaptierung von zwei bis drei Computer-Arbeitsplätzen samt Beamer und Leinwand pro Klasse müssen von der Stadt Lienz, dem Schulerhalter, erst freigegeben und übernommen werden. Gespräche werden demnächst geführt.

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1 Posting bisher
30055 vor 6 Jahren

Was ist mit den anderen Schulen im Bezirk? Ich denke da an HS Sillian, HS Zentrum, HS Matrei, HS Debant. sollten nicht alle Gemeinsam auf den Zug der Zukunft aufspringen? Ich nehme an dass der Sprengel aufgelöst wird und die Eltern selber entscheiden können wohin ihr Kind geht. Das könnte zu Problemen der HS Zentrum führen. Wo allerdings sollte die dann NMS die Schüler unterbringen? die Schule sollte ja schon 2009 umgebaut werden. Das Problem ist sicherlich auch dass die NMS bald flächendeckend kommen wird, das Gymnasium jedoch bleibt. Politisch halt. naja wir werden sehen...