Laute Stimmen gegen geplantes Kraftwerk

Kraftwerksgegner beim TT-Forum am 19. Oktober 2011 in der Mehrzahl.

Die Bürgermeister Dietmar Ruggenthaler (Virgen) und Anton Steiner (Prägraten), TT-Chefredakteur und Moderator Alois Vahrner sowie Rita Feldner und Adolf Berger von der Bürgerinitiative gegen das Kraftwerk
Die Bürgermeister Dietmar Ruggenthaler (Virgen) und Anton Steiner (Prägraten), TT-Chefredakteur und Moderator Alois Vahrner sowie Rita Feldner und Adolf Berger von der Bürgerinitiative gegen das Kraftwerk

Verlief die konstituierende Sitzung des Iselrates am 18. Oktober 2011 noch recht ruhig, so zeigte sich die betroffene Bevölkerung einen Tag später im Rahmen eines Forums der Tiroler Tageszeitung zum geplanten Isel-Kraftwerk im Virgental umso energischer in der Argumentation. Hauptsächlich gegen das Projekt.

Am Podium stellten sich die Bürgermeister von Virgen und Prägraten, Dietmar Ruggenthaler und Anton Steiner, sowie Rita Feldner und Adolf Berger von der Bürgerinitiative gegen das Kraftwerk dem Publikum. Zahlreiche Bedenken von Seiten der Bevölkerung – auch aus anderen Gemeinden entlang der Isel – wurden geäußert.

Ganz klar argumentierten auch direkte Anrainer, die im Hinblick auf ein entstehendes Kraftwerk den Tourismus stark gefährdet sehen oder Sorge um die Bewässerung der Landwirtschaft oder Verpflegung des Viehs hegen. Eine Lienzerin zur Volksbefragung: „Die Befragung müsste bis nach Lienz gehen, zwei Bürgermeister können nicht die Isel allein gestalten! Wir werden uns gegen diese enge Tal-Logik wehren.“ Weitere umweltrelevante Befürchtungen wie Hochwasser, Lawinen, das Versiegen von Trinkwasserquellen oder Gletscherschwund ließ die anwesenden Projektleiter in Erklärungsnot geraten.

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1 Posting bisher
Detektor vor 6 Jahren

Wertempfindungen statt Preisangaben: Es tat richtig wohl in Prägraten, dass in unserer Zeit der Wirtschaftsdiktatur und des reinen Geldmaßstabes auch andere Töne zu hören waren - Wertempfindungen für die Schönheit unserer Landschaft und die Eigenart eines Gletscherflusses - nicht nur bloße (und höchst fragwürdige) Preisangaben für Kilowattstunden. Und dass solche Wortmeldungen von jungen Menschen kamen, um deren Zukunft es ja vornehmlich geht.