Strukturplan Pflege 2012-2022 steht

Pflegeheim Nußdorf/Debant mit 90 Plätzen wartet auf Priorisierung.

Versorgungssicherheit sowie Finanzierung bis 2022 stehen im Mittelpunkt des "Strukturplan Pflege" des Landes Tirol.

Das bereits im Februar von Landesrat Gerhard Reheis vorgestellte Konzept zum „Strukturplan Pflege“ – wir berichteten – hat mittlerweile die Zustimmung der zuständigen Ressorts der Landesregierung bekommen und wird nun vom Landesrat gemeinsam mit den Bürgermeistern sowie dem Vorstand der Sozialabteilung des Landes, Johann Wiedemair, in allen Bezirken Tirols vorgestellt. „Bisher haben wir in allen Gemeinden Zustimmung zum Projekt erfahren“, so Reheis. Lienz ist die bislang sechste Station der Info-Reise.

Bei der derzeitigen Erstellung der Prioritätenliste schaue es für das geplante Pflegeheim in Nußdorf/Debant nicht so schlecht aus, so Landesrat Gerhard Reheis.

Soviel ist für den Bezirk Osttirol im Ausbauprogramm des Landes bis 2022 schon mal fix: Die stationären Pflegeplätze sollen von derzeit rund 366 auf rund 455 Plätze ausgebaut werden, die Kurzzeitpflege- und Übergangspflegeplätze werden von derzeit fünf auf 15 Plätze aufgestockt, Betreutes Wohnen wird um 36 auf 50 Plätze erweitert, 19 Plätze kommen zu den derzeit zehn bei der Tagespflege dazu und die Mobilen Dienste sollen in den nächsten zehn Jahren um 23.400 Stunden erhöht werden.

Vorgesehen ist ab 2020 auch die Inbetriebnahme von 12 stationären Plätzen für Schwerpunktpflege sowie ab heuer der flächendeckende Ausbau der mobilen Hospiz- und Palliativversorgung. Die ambitionierten Pläne erfordern auch die Ausbildung von zusätzlich rund 240 Pflegekräften in den nächsten 10 Jahren.

Auf den Bezirk kommt damit eine Investitionsanforderung von knapp 16 Mio. Euro zu. Die Nettobetriebsabgänge würden 2022 knapp 15 Mio. Euro ausmachen, wovon das Land 65 % und die Gemeinden 35 % übernähmen.

Der Gemeindeverband sei gerüstet, so Bürgermeisterin Elisabeth Blanik. In Osttirol herrsche großer Druck im Bereich der Versorgung betreuungs- und pflegebedürftiger Menschen, der rasch beseitigt werden müsse. „Das Projekt Altenheim Nußdorf/Debant mit 90 Plätzen haben wir bereits eingereicht. Jetzt warten wir nur mehr auf die Priorisierung“, so die Bürgermeisterin. Das bestätigt auch Landesrat Reheis: „Derzeit wird eine Prioritätenliste erstellt, und für das geplante Heim in Nußdorf/Debant schaut’s nicht so schlecht aus.“

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2 Postings bisher
fb vor 6 Jahren

....vielleicht denkt man darüber nach, ob man statt dem geplanten Modell, wo, so meine ich aus Lienz zu sehen, eben die Leute hinkommen, die es nicht mehr schaffen, was eben ein deutlich höheren Pflegeaufwand ( Kosten ) bedeutet ein Heim - Wohnanlage zu bauen, wo man auch Startwohnungen mit geringer ( oder keiner Miete) an Jungfamilien, Paare, Singles vergibt, die als Gegenleistung älteren Leuten,die noch kein schwerer Pflegefall sind zur Seite stehen. Es ist unbedingt notwendig, Strukturen, Wohnungen, Zimmer zu schaffen, wo eben " normale" Pensionisten hingehen, bevor sie zum Pflegefall werden. Ich denke da an Siedlungen in Holland, die nach diesem Prinzip gebaut werden und gut, vorallem aber viel kostengünstiger funktionieren.

hubert vor 6 Jahren

... eventuell könnte man die intensiv pflegebedürftigen, alten Leute vors Landhaus stellen, um so die Priorität zu erhöhen. Was macht man, wenn man seine Oma, seinen Opa zu Hause nicht mehr pflegen kann, das Altenheim übervoll ist? Die Pflege vom Sprengel od. die 24-Stunden-Hilfe reicht oft nicht mehr aus. Zur Not halt ins BKH Lienz abschieben!