Festivaleröffnung auf Schloss Bruck

Drei Künstlertruppen lieferten gelungenen OLALA-Festivalauftakt.

„Is des a echta Mensch?“, „Wos mochtn der?“ Hört man Osttirols Kinder dergleichen sagen, hat höchstwahrscheinlich der jährliche Festivalsommer Einzug in Lienz gehalten.

Am 24. Juli feierte Hans Mutschlechner und seine Truppe von Ummi Gummi auf Schloss Bruck den Auftakt zum diesjährigen OLALA-Straßentheaterfestival. Einen leisen Einstieg in das Festival lieferten De Stille Fanfare. Das lautlose Orchester suchte sich seinen Weg durchs Publikum und erkor gleich kurzerhand eine Zuseherin zum neuen Tambourmajor.

Ihnen vorangegangen stellten Les Contes d’asphalt ihren Feuer speienden Drachen Ottfried vor, der in den kommenden Tagen, wie das stumme Orchester, seine Runden in der Innenstadt von Lienz drehen wird.

Nach der offiziellen Begrüßung durch Hans Mutschlechner, der allen BesucherInnen eine schöne Festivalwoche wünschte, trat der bereits sehnsüchtig vom Publikum erwartete Eröffnungsakt Ondadurto Teatro mit einem Elan ins Geschehen, den die Künstlertruppe bis zur letzten Sekunde beibehielt. Auch der letzte durchgefrorene Zuseher – der Abend war ein sehr frischer –  wurde durch die quirligen Bauarbeiter, kreischenden Haremsfrauen und kokettierenden Filmstars aus der Kältestarre erweckt.

Die malerische Kulisse des Schloss Bruck hätte die poetische Darbietung der Künstlertruppe, die ihre gesamte Show dem Filmgott Federico Fellini verschrieben hat, nicht besser ergänzen können.

Und wer auf seinem Heimweg noch kurz bei der Pfarrkirche St. Andrä vorbeischaute, erlebte das Gebäude in einem „neuen Licht“. Die französischen Künstler Kolektif Alambik projizieren in der Festival-Woche farbenfrohe Bilder nicht nur auf die Fassade der Pfarrkirche, auch die Liebburg zeigt sich bunt und am Iselkai leuchten am Abend Lichtzäune inmitten eines flippigen Soud-Gartens.

Dolomitenstadt-Fotografin Ramona Waldner war beim Festivalauftakt mitten im Geschehen und uns diese Bilder mitgebracht:

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1 Posting bisher
laphroaig vor 5 Jahren

Fühl mich um 26 Euro betrogen. Von Olala bin ich mehr gewohnt und für 8 Euro Eintritt (Kinder 5 Euro) hätte ich mir und vor allem meine Kinder (ab 6 Jahre im Programm angeschrieben) mehr erwartet, als 1 1/2 Stunden warten für dann "viel Luft". Großer Preis und kleiner Wert ..... empfehle die Gratis-Acts in der Stadt, da hat man mehr davon!