Dolomiten-Eier sollen Dolomiten-Museum retten

Kunstperformance am 17. August in Innichen.

Eine Kunstaktion der ARTbrothers kraxentrouga in Kooperation mit dem Kunstraum Café Mitterhofer sowie dem Museum DoloMythos kreist um einen besonderen Fund: die „Dolomiten-Eier – Le palle delle Dolomiti“. Die beiden Künstler Armin Mutschlechner und Luis Seiwald entdeckten auf Hinweis des Innichner Museumsbetreibers Michael Wachtler im Juli am Piz da Peres, dem Olanger Hausberg, in Richtung des Kronplatzes die sogenannten „Dolomiten-Eier“.

Die augenzwinkernden Exponate sollten laut den „kraxentrougan“ zum Südtiroler Kulturgut erklärt werden. Am 17. August um 17.00 Uhr werden die Dolomiten-Eier erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Hinter der Performance steht auch deren Kritik am Umgang mit Umwelt, Tourismus sowie Roh- und Wertstoffen. Das Denken über das „Weltnaturerbe Dolomiten“ ist bei der Aktion ebenfalls im Fokus.

Armin Mutschlechner und Luis Seiwald mit ihren „Dolomiten-Eiern“. Foto: Wachtler

Für das größte Dolomitenmuseum DoloMythos geht es ums Überleben. Im September entscheidet sich, ob die gut besuchte Einrichtung von den Behörden geschlossen wird. Leiter Michael Wachtler selbst gelangen in den letzten Jahren bedeutende Urzeitfunde, darunter auch Dinosaurierüberreste. Im DoloMythos präsentiert der Naturdenker, Schriftsteller, Filmemacher und Betreiber eines Beherbergungsbetriebes seine Schätze. Ihm wird vorgeworfen, seine Forschungsleistungen ohne Genehmigung und Wissen der zuständigen Behörden erbracht zu haben, weswegen bereits in den Magazinräumen lagernde Objekte von der Polizei abtransportiert wurden.

Michael Wachtler jedenfalls zeigt sich hoch erfreut über das „Kulturgut Dolomiten-Eier“. „Ein Nachdenken, welche Richtung im Weltnaturerbe Dolomiten eingeschlagen wird, sollte unser alles Anliegen sein,“ so Wachtler. Das Kulturgut „Dolomiten-Eier – Le palle delle Dolomiti“ kann ab dem 17. August – für zwei Wochen im Hof des Museums DoloMythos – besichtigt werden. An dem dortigen der Klagemauer in Jerusalem nachempfundenen „Dolomiten-Klagefelsen“ können Interessierte und Besucher ihre Meinungen und Kommentare hineinstecken.

Im März 2013 wird die Aktion mit einer Dokumentationsausstellung (Fotografie Hartmut Prünster, Bozen, und Video Felix Tschurtschenthaler, Sexten) im Kunstraum Café Mitterhofer abgeschlossen.

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