Lienzer Vogelexperte pflegt den König der Lüfte

Michael Eder sorgt für einen verletzten Adler. Slideshow!

Am letzten Montag fand ein Bauer in Oberpeischlach einen verletzten und völlig durchnässten Adler im Wald. Nur wenige Minuten später klingelte das Handy von Michael Eder. Wenn es um Raubvögel geht, ist Eder im Bezirk nämlich Ansprechpartner Nummer Eins.

Eingefangen mit einer Jacke, wurde der Greifvogel von Tierarzt Bernd Hradecky durchgecheckt. Dieser diagnostizierte eine Verletzung des rechten Fußes – im Fachjargon „rechter Ständer“ genannt. Nachdem man dem Vogel gegen die starken Schmerzen Antibiotika verabreicht hatte, übersiedelte der Beutegreifer in ein neues Quartier. Er wohnt jetzt vorübergehend in einer der neun Volieren des Lienzer Falkners Michael Eder.

Eder ist seit vielen Jahren leidenschaftlicher Falkenzüchter und besitzt eine amtlich genehmigte Pflegestation für Vögel. Daher herrscht in der „Nachbarschaft“ des Adlers reges Treiben, denn neben ihm hausen Brieftauben, Habichte und Wanderfalken. Doch der Adler fühlt sich wohl. Gelassen sitzt er in seinem Käfig und genießt die Pflege. „Die Heilung des verletzten Ständers macht sehr gute Fortschritte“, erzählt Michael Eder zufrieden.

Mittlerweile kann sein Patient die einzelnen Finger bewegen, nur das Fußgelenk ist noch nicht belastbar. Daher wird es noch einige Wochen dauern, bis der Adler wieder seine Kreise in der Freiheit der Berge ziehen kann. „Ein großes Problem ist, dass ein Adler sehr schnell Muskeln abbaut, wenn er sich nicht bewegt“, schildert Eder. „Nachdem seine Verletzung geheilt ist, trainiere ich ihn im Burgenland. Erst wenn er wieder zu 100 % fit ist und sein Überleben in der Natur garantiert ist, setze ich ihn wieder aus!“.

Doch der Adler ist nicht der einzige Neuankömmling in Eders Vogelfamilie, seht selbst!

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