Vordenken für Osttirol – Die große Studie

Präsentation am 4. Juli im Saal der Wirtschaftskammer Lienz.

Karolin Gstinig ist gebürtige Osttirolerin und arbeitet in Graz für Joanneum Research. Gemeinsam mit Franz Prettenthaler wird sie die Studie präsentieren. Foto: Martin Lugger

Am 4. Juli wird im Saal der Wirtschaftskammer in Lienz jene Studie präsentiert, die Osttirols Weg in eine wirtschaftliche Zukunft absichern und wissenschaftlich begleiten soll.

In Auftrag gegeben von einem Privatunternehmen – Durst Phototechnik – und durchgeführt von JOANNEUM RESEARCH, geht die komplexe Bestandsaufnahme des wirtschaftlichen Gesundheitszustandes der Region einen neuen Weg. Statt Osttirol – wie üblich – in den Kontext des Bundeslandes zu stellen, wählen die Autoren einen europäischen Maßstab.

Auftraggeber Richard Piock, Vorsitzender des Durst-Verwaltungsrates, erklärt warum: „Es bringt nichts, Osttirol mit dem Zillertal zu vergleichen. Wir wollten wissen, wo sich der Bezirk in Europa einreiht. Das hilft uns auch bei der Entwicklung von Maßnahmen, weil man mehr lernt, wenn man über den Tellerrand schaut.“

Also wurde unter anderem gefragt: Wer hat eine ähnlich periphere Lage, ist ebenfalls agrarisch orientiert, nicht allzu dicht besiedelt, hat eine zunehmend überalterte Bevölkerung, starke Abwanderung und einen industriellen Kern? Noch wichtiger: Wie gehen diese Regionen mit ihren Problemen um und wer hat die besten Lösungsansätze dafür?

Immer feiner wurde das Vergleichsraster, bis sich schließlich das Berchtesgadener Land, das Aostatal und die Region um das steirische Liezen als ideale Musterregionen herauskristallisierten. „Eine perfekte Vergleichsregion zu identifizieren ist natürlich nicht möglich“, erklärt Studienautor Franz Prettenthaler, „es gibt aber auf verschiedenen Gebieten starke Parallelen.“

Zu jedem der sieben Themengebiete gibt die Studie detailliert Auskunft. Grafik anklicken, um sie zu vergrößern.

In einem nächsten Schritt definierten die Grazer Wissenschafter sieben zentrale Thesen bzw. Themenfelder, die wir oben in einer Grafik zeigen. Zu allen Feldern liefert die Studie umfassendes Datenmaterial. Aus dem Vergleich mit anderen Regionen werden zudem Rezepte abgeleitet, wie man Abwanderung stoppen, die Wertschöpfung der regionalen Wirtschaft erhöhen oder neue Energiekonzepte umsetzen könnte.

Präsentation der Studie: „Der Wirtschaftsstandort Osttirol“
Donnerstag, 4. Juli 2013, 17.00 Uhr bis 19.30 Uhr
Festsaal der Wirtschaftskammer, Amlacherstraße 10

Anmeldung bis Mittwoch, 3. Juli. Teilnahme kostenlos.
Tel: 05 9090 5-3510
Mail: lienz@wktirol.at
www.vordenken-osttirol.at

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1 Posting bisher
presse vor 4 Jahren

Ein großer Punkt an dem Osttirols Wirschtaft zu nagen hat, ist ganz gewiss die Abwanderung junger Menschen. Nicht nur Akademiker suchen ihre Arbeitsstellen nach Abschluss des Studiums in anderen Ballungsräumen, nein auch mehr Lehrlinge und Schüler wandern in andere Gebiete ab.

Hier würde ich die Osttiroler Unternehem auffordern, sich um diese Menschen zu bemühen. Die wenigen, die nach Osttirol zurückkehren schaffen dies nur durch EigeninitIative. Selten sieht man in Osttiroler Zeitungen Ausschreibungen für hochqualifizierte Arbeitsstellen. Wir haben nicht wenig gut aufgestellte Betriebe in Osttirol, doch ich finde es gibt sehr viel junge Bürger, die gar nicht bescheid wissen, in welchem Ausmaß diese Unternehmen arbeiten. So gibt es eine Firma im Oberland, die neben ihrer Produktpalette noch an EU-Forschungsprojekten mitarbeitet. Weiters ermöglichen es mehrere Lienzer Firmen, technische Einsätze in der ganzen Welt zu absolvieren. In einer Pustertaler Firma arbeiten in der Chemieabteilung mehrere ausländische Chemiker, weil unsere Chemiestudenten und Absolventen vielleicht das gar nicht wissen, dass es diese Arbeitsstelle vor ihren Augen gibt. Das sind nur ein paar Beispiele aber hätten Sie das alles gewusst??

Interessant für dieses Problem wäre eine Plattform, welche es uns Osttirolern ermöglicht, Arbeitsstellen, Praktikas oder Projekte mit Unternehmen aus unserem Bezirk zu finden und eine hohe wirschaftliche Zukunft für Osttirol zu sichern bzw. einen Grundstein zu legen.

Ziel sollte es sein, die jungen Mensch nach ihren Ausbildungen und den gesammelten Erfahrungen, zurück nach Osttirol zu holen. Dies würde einige Probleme des Bezirkes lösen..