„Wir sind offen und so soll es auch bleiben“

Mit Tanzeinlagen und Lobgesang eröffnete das Jugendzentrum am Drauweg.

„Freiraum“ ist in großen rot-gelben Buchstaben an der Wand zu lesen, ein Ort für Beratung und Projekte. Nebenan: Der Kreativraum, zum Basteln, Werken und Arbeiten; eine halbe Umdrehung weiter der Gang zur Dachterrasse. Doch das ist nur ein Teil des neuen Jugendzentrums in Lienz.

Gefeiert wurde dort gestern, Freitag den 13.09., die offizielle Eröffnung, zu der Helfer und Freunde sowie Vertreter aus Politik, Religion, Schulen und Behörden erschienen. Eingeleitet wurde die Veranstaltung von einer Einlage der Tanzschule „Valeina“, im Anschluss wurden die Gäste von der Projektgruppe der HAK-Maturaklassen begrüßt, ohne die es diese Eröffnungsfeier so nicht gegeben hätte: Über ein halbes Jahr planten und organisierten die vier Schüler zwei Eröffnungstage, einen „Politikertag“ und einen „Jugendtag“, mit dem das Gebäude offiziell für die Jugendlichen eröffnet wird.

Damit liegt der Zweck der Einrichtung ganz im Sinne von Vizebürgermeister Meinhard Pargger: „Es ist ein Haus für und zum Teil von der Jugend. Und ich fordere die jungen Menschen dieser Stadt und Region auf, dass sie von diesem Haus ab sofort Beschlag nehmen!“ Sichtlich stolz auf die gelungene Arbeit ist auch Stefan Schrott, Obmann des Trägervereines zur Förderung der offenen Jugendarbeit: „Die zahlreichen Leute, die hier sind, das ist eine Wertschätzung der Lienzer Jugend gegenüber.“ Eine Anerkennung die sich seiner Meinung nach auch durch die Anwesenheit Richard Seebers, Abgeordneter des Europäischen Parlaments, zeigt. Schrott bekannte sich auch programmatisch zu einer Jugendarbeit ohne Barrieren: „Wir sind offen und so soll es auch bleiben.“

Bereits vor 10 Jahren wurde klar, dass die Räumlichkeiten des alten Jugendzentrums in der Gartengasse nicht mehr ausreichten, womit die Suche nach einem geeigneten Standort begann. Vom Spatenstich bis zur Fertigstellung des von Architekt Peter Jungmann entworfenen Gebäudes dauerte es dann noch knapp ein Jahr. Vom Ergebnis beeindruckt zeigte sich auch Landesrätin Beate Palfrader: „Alles, was in Einrichtungen wie dieser passiert, beeinflusst nicht nur das Leben eines Kindes oder Jugendlichen, sondern letztendlich die Entwicklung unseres gesamten Landes“, wobei sie nicht nur die Räumlichkeiten und Verantwortlichen lobt, sondern auch an einen weiteren Ausbau des Angebotes appelliert.

Da das Zentrum, wie Schrott betont, auch eine „Multi-Kulti“-Einrichtung sei, waren Geistliche des katholischen, evangelischen und rumänisch-orthodoxen Glaubens anwesend. Zusammen segneten Dekan Bernhard Kranebitter, Pfarrer Hans Hecht und Pfarrer Viorel Visarion Ipati das offen gestaltete und lichtdurchflutete Gebäude. Mit Leben füllen wird sich dieses, wie sich sowohl Pargger als auch Palfrader wünschen, ab heute, Samstag den 14. Semptember, wenn der zweite Eröffnungstag speziell für die Jugendlichen beginnt – unter anderem mit Skatecontest und DJ-Workshop. Der Raum, sich zu entfalten war schließlich noch nie so weitläufig gestaltet.

Sildeshow: Philipp Brunner

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